09:08 30 April 2017
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    Als Essig „getarnt“: Knapp 100 Tonnen deutscher Speck in Russland abgefangen

    Als Essig „getarnt“: Knapp 100 Tonnen deutscher Speck in Russland abgefangen

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    Im Sankt-Petersburger Hafen sind fast einhundert Tonnen unter Sanktionen stehender Schweinespeck aus Deutschland gestoppt worden, der als Essig deklariert wurde. Das teilt die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor mit.

    Ernte in Sibirien
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    Demnach begutachteten Zollbeamte vier verdächtige Behälter aus Hamburg. In den Begleitunterlagen wurde die Lieferung als Essig deklariert, dabei fehlte aber der Empfänger der Ware. Die Container enthielten Kartons mit Schweinespeck, von denen einige überhaupt keine Produktionsetiketten hatten. Auf anderen hieß es, dass die Herkunftsländer Deutschland und Spanien seien.

    Das Gesamtgewicht der bis zur Klärung des Sachverhalts beschlagnahmten Ware beträgt 92 Tonnen.

    Am 14. April soll Rosselchosnadsor weitere 160 Tonnen Speck abgefangen haben, die als „Essigsäuresalz“ ausgewiesen worden seien. Die Behörde leitete ein Verfahren wegen der Rechtsverletzung ein und ermittelt derzeit gegen Unbekannt, berichtete das Nachrichtenportal „Fontanka“.

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    schmuggeln, Hafen, Sanktionen, Speck, Rosselchosnadsor, St. Petersburg, Deutschland, Russland
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