03:02 25 April 2017
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    Russlands EU-Botschafter muss BBC die Arbeit von RT und Sputnik erklären

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    Der russische TV-Sender RT und die Agentur Sputnik bieten eine alternative Sichtweise auf aktuelle Ereignisse und konkurrieren erfolgreich mit westlichen Medien, wie Russlands EU-Botschafter Wladimir Tschischow im BBC-Interview mitteilte.

    Die Moderatorin der BBC-Sendung „HARDtalk“ sprach Tschischow auch auf die Vorwürfe des französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron gegen RT und Sputnik France an, wonach die beiden Medien angeblich Gerüchte und „diffamierende Äußerungen“ über ihn verbreitet hätten.

    Diese russischen Medien, kontert der EU-Botschafter, bieten den Lesern und Zuschauern eine alternative Sichtweise an, und sind dabei offensichtlich sehr erfolgreich und konkurrenzfähig. „Das ist ein Ausdruck der freien Presse. Ist das nicht etwa einer der westlichen Hauptwerte?“, so Tschischow.

    Frankreichs Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron
    © REUTERS/ Ruben Sprich
    Die Vorwürfe, dass Russland sich angeblich in den Wahlprozess in Frankreich eingemischt habe, seien nichts anderes, so der Botschafter ferner, als die Fortsetzung der Anti-Russland-Rhetorik, die sich aus den USA über Atlantik nach Europa verbreitet habe. Diese Rhetorik wirke sich allerdings nicht nur auf Russland negativ aus, sondern auch auf die Länder, um die es bei diesen Vorwürfen gehe – einschließlich deren „demokratische Prozedere und Prozesse“.

    „In einer modernen Welt kann man nie sicher sein, woher Hackerattacken stammten. Es gibt keine technischen Möglichkeiten, dies zu verfolgen“, zu der Botschafter abschließend.

    Im Februar hatte Macron gegenüber dem Radio-Sender Radio Classique behauptet, dass Sputnik und RT, „wo viele französische Journalisten einer offensichtlichen politischen Orientierung arbeiten“ „organisierte Attacken“ in Form von Gerüchten und „diffamierenden Äußerungen“ gegen ihn unternommen hätten. Die betroffenen Medien wiesen damals jegliche Vorwürfe von sich.

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    Tags:
    Hackerangriff, Einmischung, Konkurrenz, Alternative, Sputnik, RT, BBC, Wladimir Tschischow, Russland