11:31 06 Dezember 2019
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    USA: Verurteilter russischer Hacker erklärt sich für Schadenersatz bereit

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    Der zu 27 Jahren Haft verurteilte russische Hacker Roman Selesnjow, Sohn des Duma-Abgeordneten Waleri Selesnjow von der Partei LDPR, will laut seinen Anwälten den Opfern seines Cyberbetrugs Schadenersatz leisten.

    „Er hat die Absicht, seine Aktiva in die USA zu transferieren und diese dort zu verkaufen, um die verursachten Schäden zu ersetzen“, sagte Selesnjows Anwalt, Igor Litwak, zu Journalisten.

    Der Anklage zufolge verursachte der 32-Jährige durch seine Hacker-Attacken Schäden in Höhe von insgesamt 169,905 Millionen US-Dollar. Der Richter verurteilte den Hacker zu Schadenersatz und einer zusätzlichen Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar.

    Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass das US-Bundesgericht in Seattle den russischen Staatsbürger Roman Selesnjow zu 27 Jahren Haft für 38 Straftaten nach fünf Artikeln des Strafgesetzbuches verurteilt hatte.

    27 Jahre Gefängnis ist die höchste Strafe, zu der jemals ein Hacker in den USA verurteilt wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte 30 Jahre Haft gefordert. 
    Selesnjow war im Sommer 2014 auf den Malediven festgenommen und anschließend in die USA ausgeliefert worden. Den Arrest seines Sohnes betrachtet Waleri Selesnjow als Entführung. Diesen Standpunkt vertritt auch Russlands Außenministerium.

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    Tags:
    Aktiva, Strafe, Hacker, Urteil, Schadensersatz, Russland, USA