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22:29 21 August 2019
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    Das explodierte OSZE-Fahrzeug

    Außenamt Russlands reagiert auf US-Bitte um Einflussnahme auf Donezk und Lugansk

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    Die Volksrepublik Lugansk hat den Leichnam des OSZE-Beobachters, der am Sonntag bei einer Minenexplosion in der Ostukraine umgekommen war, der OSZE-Mission aus eigener Initiative übergeben. Dies geht aus einer Mitteilung des russischen Vizeaußenministers Sergej Rjabkow hervor.

    „Wir haben umgehend auf die Bitte der US-amerikanischer Seite um die Übergabe des Leichnams (des getöteten OSZE-Beobachters — Anm. d. Red.) reagiert, obwohl ich betonen möchte, dass diese Frage von den zuständigen Behörden und Strukturen in Lugansk gelöst wurde", so Rjabkow.

    Moskau habe zwar Lugansk „entsprechende Empfehlungen" gegeben, jedoch habe die Volksrepublik ihre Entscheidung selbständig getroffen. Moskau begrüße aber diese Entscheidung.

    Am Vortag habe der russische Außenminister Sergej Lawrow gleich nach dem Unfall seinem US-amerikanischen Amtskollegen Tillerson sein Beileid ausgesprochen, teilte Rjabkow anschließend mit. Die Umstände des Zwischenfalls müssten untersucht und begriffen werden, fügte er hinzu.

    Seiner Ansicht nach soll der Vorfall bei dem Treffen des russischen Außenministers mit dem OSZE-Generalsekretär, Lamberto Zannier, thematisiert werden, so Rjabkow. Das Treffen soll am Dienstag in Moskau stattfinden.

    Zuvor hatte ein Vertreter der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk bei den Verhandlungen in Minsk mitgeteilt, dass die Volksrepublik der OSZE-Mission in der Ostukraine den Leichnam des durch eine Mine getöteten Beobachters und Rettungsarztes aus den USA übergeben habe.

    Das US-Außenministerium hatte Russland aufgerufen, seinen Einfluss auf Donezk und Lugansk einzusetzen, um eine Untersuchung des Todesunfalls zu ermöglichen.

    Am Sonntag war ein Wagen der OSZE-Beobachtermission an der Trennlinie im Donbass auf eine Panzermine gefahren. Ein aus den USA stammender Rettungsarzt der Beobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kam dabei ums Leben. Außerdem sind nach OSZE-Angaben ein deutscher und ein tschechischer Mitarbeiter der Beobachtermission verletzt worden. Die Lugansker Behörden hatten die Beobachter zuvor mehrmals auf mögliche Provokationen der Kiewer Armee und ukrainischer Diversionsgruppen an der Trennlinie im Donbass hingewiesen.

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    Tod, Unfall, Minenexplosion, OSZE, Sergej Rjabkow, Volksrepublik Lugansk, Ukraine, Russland