05:58 17 August 2017
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    Anti-Regierungsproteste in Caracas

    Venezuela im blutigen Chaos: mindestens 23 Tote

    © AFP 2017/ Federico Parra
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    Weitere zwei Menschen sind bei den Protesten in Venezuela gegen die Politik von Präsident Nicolás Maduro ums Leben gekommen, meldet AFP unter Verweis auf den Menschenrechtsbeauftragten der Regierung, Tarek William Saab. Im blutigen Chaos sind seit Anfang April damit mindestens 23 Menschen gestorben.

    In der Stadt Mérida ist ein Mitarbeiter der örtlichen Verwaltung durch einen Schuss in den Hals getötet worden. Eine weitere Person starb im Bundesstaat Barinas, hieß es. Zuvor war von drei Toten berichtet worden, später wurden die Angaben präzisiert.

    Mehrere Protestierende sind Saab zufolge schwer verletzt und befinden sich derzeit „zwischen Leben und Tod“. Regierung und Opposition beschuldigten sich gegenseitig der Eskalation. Die Gesamtzahl der Opfer ist gestiegen. Laut Medien sind seit Anfang April bei Protesten mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Polizei am Montag mit Schrottkugeln in eine oppositionelle Demonstration in der Hauptstadt von Venezuela, Caracas, geschossen hatte. Mehrere Menschen wurden verletzt.

    Die Massenproteste in Venezuela laufen seit dem 4. April. Laut Medien begannen sie nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die die Macht der oppositionellen Nationalversammlung einschränkte. Die Entscheidung wurde später aufgehoben, aber die Anhänger der Opposition gingen auf die Straße und forderten den Rücktritt der Richter. Es gibt auch viele Demos von Anhängern der Sozialisten für Präsident Maduro.

    Den Medien zufolge fordert die Opposition, die die Mehrheit im Parlament besitzt, Neuwahlen, die Freilassung von politischen Gefangenen, die Achtung des von ihr dominierten Parlaments sowie eine bessere Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln und Medikamenten.

    Für das Blutvergießen in Mérida machte Saab die Opposition verantwortlich, da es sich bei den Opfern um Anhänger der Regierung gehandelt haben soll. Präsident Maduro nannte den gefallenen Ölpreis als Grund für die dramatische Versorgungskrise im Land.

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    Tags:
    Tote, Verletzte, Demo, Proteste, Nicolás Maduro, Tarek William Saab, Barinas, Mérida, Venezuela
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