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    Kriminalstatistik gefaked? De Maizières Daten werfen Fragen auf – Ex-Abgeordnete

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    Die neue Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die am Montag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière präsentiert wurde, hat interessante Daten aufgedeckt. Die Ex-Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld weist nun auf Ungereimtheiten hin, die ihr aufgefallen sind. Interessant dabei ist: Das Innenministerium verweigert dazu bislang einen Kommentar.

    De Maizière teilte mit, dass die politisch motivierte Kriminalität zum vierten Mal in Folge einen Höchststand erreicht habe, was vor allem an der „Ausländerkriminalität“ liege.

    „Auch linksextremistische Straftaten mussten eingeräumt werden, auch, dass man mit einem Anwachsen der Straftaten gegen Politiker im Wahljahr rechnet. Kein Wort darüber, dass die übergroße Mehrzahl dieser Straftaten gegen Politiker der AfD verübt worden ist“, schreibt Lengsfeld auf ihrem Blog.

    >>> Lesen Sie auch: Überfall auf AfD-Abgeordneten: "Polizei blieb untätig!"

    Die Zahl der linksmotivierten Gewalt liegt laut der PKS 2016 nun auf demselben Niveau wie die rechte, die um 14,3 Prozent zugenommen haben soll.

    „Über diese Zahl hätte man gern Genaueres erfahren, etwa, ob jede Hakenkreuzschmiererei, die von Linksextremisten oder Zuwanderern zu verantworten ist, den Rechtsextremisten zugeordnet wurde, so wie im Land Brandenburg ungeklärte Straftaten in die Statistik der rechtsextremen Delikte aufgenommen werden sollen“, so Lengsfeld. 

    Um die enorme Entwicklung des Rechtsextremismus zu verdeutlichen, habe der Innenminister 18 versuchte rechtsmotivierte Tötungsdelikte genannt, wie beispielsweise als Zuwanderer in ein Gleisbett geschubst worden zu sein.

    „An dieser Stelle fragte nicht nur ich mich, ob mir entscheidende Informationen entgangen sein könnten“, so die Frau.

    Von derartigen Vorfällen habe sie noch nicht gehört. Eine Google-Suche habe zunächst keinen Aufschluss gegeben. Lengsfeld sei später aber darauf aufmerksam gemacht worden, dass es im März sehr wohl einen Fall gegeben habe, bei dem ein Pakistaner nach einer Schlägerei von zwei Betrunkenen auf Zuggleisen zurückgelassen worden sei. Allerdings sei er nicht direkt auf das Gleisbett gestoßen und dort festgehalten worden. Offenbar haben auch die Richter keinen „dezidiert rechtsextremistischen Hintergrund“ feststellen können, schreibt Lengsfeld.

    „Als Bundesinnenminister sollte man so genau und nicht so ideologisch wie möglich formulieren. Vergleicht man die Bewertung der Staatsanwaltschaft in beiden Fällen, könnte man zu dem Schluss kommen, dass vor dem Gesetz nicht mehr alle gleich, sondern manche gleicher sind. Das demontiert den Rechtsstaat und lässt das Vertrauen in die Justiz schwinden.“

    Wie de Maizière bei der PKS-Präsentation ferner betonte, ist der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen und daher vor allem Zuwanderern höher als der Schnitt der Bevölkerung. Dies sei mitunter dadurch zu erklären, dass es unter Zuwanderern viele junge Männer gebe, die generell mehr zum Begehen von Straftaten neigen würden.

    „Warum man genau diese Gruppe junger Männer ins Land geholt hat, erklärte der Minister natürlich nicht. Dagegen sprach er von einer ‚Verrohung‘ der Gesellschaft, ohne etwas zu den Ursachen oder der Quelle dieser Verrohung zu sagen. Das musste man, wie in früheren Zeiten, zwischen den Zeilen heraushören. Immerhin musste eingeräumt werden, dass es ein Problem mit Kriminalität von Zuwanderern gibt. Allerdings soll uns beruhigen, dass nur 1% der Zuwanderer als Intensivtäter für 40% der Zuwanderer-Kriminalität verantwortlich sind“, so Lengsfeld.

    Das Innenministerium hat auf Sputnik-Anfrage dies nicht kommentieren wollen.

    Vera Lengsfeld war Mitglied des Bundestages und Mitbegründerin des Bürgerbüros für die Verfolgten der DDR-Diktatur. 1990 wurde ihr der Aachener Friedenspreis verliehen.

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    Linksextremismus, Rechtsextremismus, Verbrechen, Migranten, Kriminalität, Statistik, Fake-News, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Thomas de Maizière, Vera Lengsfeld, Deutschland