01:25 28 September 2020
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    Von den 78 Besatzungsmitgliedern des am Donnerstag im Schwarzen Meer gesunkenen russischen Aufklärungsschiffes „Liman“ sind 63 Mann von der türkischen Küstenwache und weitere 15 von der Crew des Frachtschiffes „Youzarsif H“ gerettet worden, mit dem die „Liman“ kollidiert war. Dies teilte am Freitag der Pressedienst des türkischen Premiers mit.

    In der Hauptverwaltung der Küstenwache hieß es demnach, dass der 81 Meter lange und unter der Flagge Togos fahrende Frachter „Youzarsif H“, der Vieh geladen hatte, unweit der Einfahrt in den Bosporus  vor dem türkischen Küstenort Kilyos mit dem russischen Aufklärungsschiff „Liman“ zusammengestoßen sei.

    „Sofort nach dem Eingehen des Notrufes wurden Schlepper und Schnellboote der Küstenwache zum Ort des Geschehens entsandt. Von den 78 Besatzungsmitgliedern der ‚Liman‘ konnten 63 Mann von der türkischen Küstenwache sowie die übrigen 15 von den Crewmitgliedern der ‚Youzarsif-H‘ gerettet werden ", heißt es.

    Laut der Küstenwache soll der Gesundheitszustand aller Besatzungsmitglieder der „Liman“ befriedigend sein.

    Wie aus dem Generalstab der türkischen Streitkräfte verlautete, hat sich die Kollision der beiden Schiffe bei dichtem Nebel ereignet.

    „Bei den Rettungsarbeiten, die nach allen geltenden Regeln der türkischen Marine in den Hoheitsgewässern vorgenommen wurden, konnten alle 78 Besatzungsmitglieder des russischen Kriegsschiffes erfolgreich gerettet werden. Das russische Kriegsschiff ist bald nach dem Zusammenstoß gesunken. Es gibt kein einziges vermisstes Besatzungsmitglied“, wurde aus der Verteidigungsbehörde mitgeteilt.

    An der Rettungsoperation sollen die Landungsboote der türkischen Marine „Imbat“ und „Kiliç“ teilgenommen haben. Die Küstenwache setzte das Rettungsschiff „Akin“ und das Schiff „Tekirdağ“, ein Schnellboot, einen SH-70-Hubschrauber und ein Flugzeug des Typs CN-235 sowie spezielle Hubschrauber für Such- und Rettungsarbeiten ein.

    Zuvor hieß es aus dem russischen Verteidigungsministerium, die „Liman“ sei am Donnerstag bei einem Zusammenstoß mit einem Frachter etwa 40 Kilometer vom Bosporus entfernt leckgeschlagen worden und danach gesunken.

    Wie der russische Sender Ren-TV am Freitag berichtet, ist die Mannschaft des gesunkenen russischen Aufklärungsschiffes „Liman“ mit einem Flugzeug des Verteidigungsministeriums inzwischen in die Heimat – zum Stützpunkt der Schwarzmeerflotte – zurückgebracht worden. Alle seien wohlauf.

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    Tags:
    Kollision, Rettung, Kriegsschiffe, Matrosen, Bosporus, Türkei, Russland