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    Wundermittel „Ukrain“ bringt Österreicher ins Gefängnis

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    In Wien ist ein 79-jähriger Chemiker wegen schweren Betrugs mit seinem angeblichen Krebsheilmittel „Ukrain“ zu einer Strafe von drei Jahren verurteilt worden, bis zu zwei Jahren können zur Bewährung ausgesetzt werden. Dies berichtet die „Kleine Zeitung“.

    Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte bereits den Schuldspruch bestätigt, den das Wiener Landesgericht für Strafsachen im Mai 2016 mit einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren festgesetzt hatte. Nun hat das Wiener Oberlandesgericht (OLG) zwar nicht mehr an der Schuld, aber am Urteil geschraubt: Wegen langer Verfahrensdauer – die Ermittlungen liefen sein Januar 2012 – sei das Strafmaß herabgesetzt worden, hieß es. Zudem habe sich der Verurteilte bislang nie etwas zu Schulden kommen lassen.

    Der Chemiker hatte seit den 1990er-Jahren über sein Einzelunternehmen mit Sitz in Wien-Wieden das angebliche Krebs-Heilmittel "Ukrain" verkauft. Seiner Meinung nach kann damit jede Art von Krebs heilbar sein. Als Beweis schleppte er gar einen 95 Jahre alten Mann auf Krücken ins Gericht, der als Zeuge vernommen werden wollte. Er habe den Patienten mit abgelaufenen Ampullen gegen Knochenkrebs behandelt und geheilt, behauptet der 79-Jährige. Bei "Ukrain" handle es sich, so wiederholte der chemiker immer wieder, um wertvolles Präparat, das nicht ablaufen könne und immer wirksam sei. Er verstehe nicht, „welche Schuld ich habe. Ich habe den Leuten Leben gerettet", so der Chemiker.

    Der flüssige Extrakt aus Wurzeln des Schöllkrauts ist in Österreich nicht zugelassen und darf daher an sich nicht vertrieben werden.

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    Tags:
    Krebs, Ermittlungen, Urteil, schuld, Gerichtshof, Wien