17:29 21 April 2018
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    Proteste in Kiew gegen Regierungschef Arseni Jazenjuk

    Moskau fahndet nach Jazenjuk – wegen getöteter russischer Militärs in Tschetschenien

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    Das russische Ermittlungskomitee will nach eigenen Angaben den ehemaligen Premierminister der Ukraine, Arsenij Jazenjuk, für dessen Beteiligung an bewaffneten Zusammenstößen in Tschetschenien zur Verantwortung ziehen.

    „Dem Ermittlungskomitee liegen Beweise dafür vor, dass Ex-Premier Arsenij Jazenjuk an mindestens zwei bewaffneten Auseinandersetzungen am 31. Dezember 1994 am Platz Minutka in Grosny (Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien – Anm. d. Red.) und im Februar 1995 teilnahm“, heißt es auf der Seite des Komitees.

    Jazenjuk soll demnach an Folter und Erschießungen von gefangenen russischen Militärs im Viertel Oktjabrskij in Grosny am 7. Januar 1995 beteiligt gewesen sein.

    Im Ermittlungskomitee bestätigte man zudem, dass der Ex-Premier in diesem Zusammenhang zur internationalen Fahndung ausgeschrieben wurde. Auch Interpol wurden die entsprechenden Materialien zugeschickt.

    „Russlands Ermittlungskomitee will mithilfe aller zur Verfügung stehenden Rechtsmöglichkeiten Jazenjuk zur strafrechtlichen Verantwortung gemäß der russischen Gesetzgebung ziehen“, verlautete es aus dem Komitee.

    Im September 2015 hatte der Chef des Ermittlungskomitees Russlands, Alexander Bastrykin, gesagt, Jazenjuk habe in Tschetschenien gegen russische Soldaten gekämpft. Unter anderem soll er an Folterungen und Erschießungen russischer Soldaten teilgenommen haben. Damals gab er nicht bekannt, ob der ukrainischer Politiker offiziell angeklagt werden könne.

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    Tags:
    Erschließung, Foltern, Verantwortung, Fahndung, Ermittlungskomitee Russland, Arsenij Jazenjuk, Tschetschenien, Ukraine, Russland
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