04:33 10 August 2020
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    Nach dem Untergang des Aufklärungsschiffs „Liman“ am Bosporus geben zwei russische Marine-Veteranen dem Frachter „Youzarsif H“, der mit der „Liman“ kollidiert war, die Schuld und fordern dessen Festsetzung.

    Russland hätte die „Youzarsif H“ am besten gleich nach dem Vorfall festsetzen und vom Besitzer Schadenersatz fordern sollen, sagte Admiral Igor Kassatonow, einst Befehlshaber der russischen Schwarzmeerflotte und heute Berater im Moskauer Generalstab, der Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“. Seiner Einschätzung nach liegt die Schuld an der Kollision voll und ganz bei der „Youzarsif H“, die den russischen Aufklärer gerammt habe.

    Die russische Kriegsmarine hätte den Sünder entweder selbst – mit Schnellbooten – fangen oder die Türkei um Hilfe bitten müssen. Dass das nicht geschah, zeuge von der „Inkompetenz der Verantwortlichen“, so der Admiral.

    Ihm pflichtete der Ex-Kommandeur des U-Boot-Jägers „Petropawlowsk“, Kapitän zur See Alexander Kusmin, bei.  Nach seinen Angaben lag die „Liman“ vor Anker, als die „Youzarsif H.“ mit ihr kollidierte. Der unter der Flagge von Togo fahrende Frachter aber habe den Unglücksort verlassen, noch bevor der Zwischenfall protokolliert worden sei. Das sei ein Verstoß gegen die Kollisionsverhütungsregeln. Laut Kusmin ist es noch nicht zu spät, die „Youzarsif H.“ unter Arrest zu stellen. Dafür wäre jedoch ein Gerichtsbeschluss nötig.

    Nach Angaben der „Nesawissimaja Gaseta“ ist die Youzarsif H. nach der Kollision im rumänischen Constanta zur Reparatur eingelaufen.

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    Tags:
    Türkei, Russland