16:56 27 Oktober 2020
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    Seit Jahren wird es immer schwieriger, den Mount Everest – den höchsten Berg der Erde – zu bezwingen. Der wachsende Bergsteiger-Strom führt zu Staus am Gipfel. Und oft können nicht einmal mehr die Leichen verunglückter Alpinisten ins Tal gebracht werden. Sie landen dann einfach in Felsspalten.

    Der berühmte russische Weltreisende Fjodor Konjuchow, der bereits zweimal den Mount Everest erklommen hat, berichtete beispielsweise jüngst, der Gipfel sei schon mit Leichen überhäuft. 280 tote Alpinisten seien dort unbegraben liegen geblieben. Es bestehe fast keine Möglichkeit, die Körper aus der Hochgebirgsregion zu bergen, selbst ein Hubschrauber kann dabei nicht immer helfen, besonders aus der so genannten Todeszone auf über Höhe 8000 Metern. Viele verunglückte Bergsteiger liegen demnach entweder noch genau dort, wo sie starben, oder werden von anderen Alpinisten hinuntergeworfen, denen sie im Wege stehen.

    Russische Bergsteiger kündigten für dieses Jahr eine spezielle Expedition an, um die Leichen gestorbener Everest-Eroberer in Stoffkapseln zu umhüllen. Der Stoff verfällt fast nicht und erträgt die Temperaturen von minus 80 bis plus 80. Die Kapseln können mit Eispickeln um die Körper fixiert werden und würden dann in Basislager geschickt.

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    Die nepalischen Behörden meldeten derweil, dass die Basislager auf Nepals Seite kostenloses Wi-Fi bekommen sollen. Zurzeit würden Glasfaserkabel gelegt, die die Kälte vor Ort aushalten sollen. Derzeit ist Internet in Berggebieten teuer: Im Basislager kostet eine Stunde Internetanschluss ungefähr fünf Dollar.

    Am 29. Mai 1953 bestiegen die ersten Eroberer, der Neuseeländer Edmund Hillary und der Nepalese Tenzing Norgay, den Mount Everest. Seitdem Zeit waren ihnen 7646 Alpinisten auf den Gipfel gefolgt. Momentan warten 400 Sportler aus aller Welt in den Basislagern auf Aufstiegserlaubnis. Manchmal erreicht ihre Anzahl bis zu 1000, Gepäckträger und Bergführer mitgezählt.

    Es gibt sogar „Stamm-Eroberer“ wie den Nepalese Appa Sherpa oder Lhakpa Tenzing. Letzterer hat den Mount Everest schon 21 Mal bestiegen – so oft wie kein anderer Bergsteiger in der Welt. Bisher.

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    Tags:
    Bergsteigen, Fjodor Konjuchow, Everest, Nepal