03:27 14 Dezember 2017
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    Tag des Sieges im Berliner Treptower Park

    Russische Biker „Nachtwölfe“ zum Tag des Sieges im Berliner Treptower Park

    © Sputnik/ Armin Siebert
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    Tag des Sieges 2017 (29)
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    Der 9.Mai wird nicht nur in Russland und dem postsowjetischen Raum als Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus gefeiert, sondern auch in Berlin. Politiker, Diplomaten, Kriegsveteranen, aber auch viele Berliner Bürger legten Kränze nieder an den Sowjetischen Ehrenmalen im Treptower Park und im Tiergarten.

    Am Morgen des 9. Mai legten Botschafter ehemaliger Sowjetrepubliken zusammen mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidtke Kränze nieder am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park. Anschließend schritten auch die russischen Biker „Nachtwölfe“ im großen Pulk zur Kranzniederlegung als Höhepunkt Ihrer alljährlichen Motorradfahrt zum Tag des Sieges nach Berlin.

    In Russland ist der 9. Mai offizieller Feiertag, der mit einer großen Militärparade auf dem Roten Platz begangen wird. 

    Auch wenn der 9.Mai in Deutschland kein Feiertag ist, gedenken viele der Millionen Menschen aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, die in Deutschland leben und auch viele Deutsche des Endes des Hitlerfaschismus. Der 8.Mai wurde in der DDR als „Tag der Befreiung“ begangen. Das Deutsch-Russischen Museum Karlshorst am Ort der Kapitulationsunterzeichnung begeht diesen Tag alljährlich mit einem Museumsfest. Durch die Zeitverschiebung zwischen Moskau und Berlin war der Zeitpunkt der Kapitulation der 8. Mai Berliner Zeit, aber bereits der 9. Mai 1945 Moskauer Zeit.

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    Tag des Sieges im Berliner Treptower Park

    Das Ehrenmal im Treptower Park ist das größte sowjetische Denkmal außerhalb der Grenzen der ehemaligen Sowjetunion. Die zwölf Meter hohe Statue stellt einen Soldaten dar, der in der rechten Hand ein Schwert und auf dem linken Arm schützend ein Kind trägt. Mit seinen Stiefeln zertritt er ein Hakenkreuz.

    Am Morgen des 9. Mai versammelten sich einige hundert Russen und Deutsche in Treptow. Viele trugen das Georgsband. Die orange-schwarzen Sankt-Georgs-Bänder sind Symbole des Sieges über den Faschismus im Zweiten Weltkrieg. Auch die russische Tradition des „Unsterblichen Regiments“ wurde aufgegriffen und viele Menschen trugen Bilder ihrer im Krieg gefallenen Vorfahren. Russlandfahnen wurden geschwenkt, aber auch die alte rote Sowjetfahne mit Hammer und Sichel war präsent. Viele Menschen legten Blumen, vor allem rote Nelken nieder.

    Und 10 Uhr gab es ja eine offizielle Kranzniederlegung. Die Botschafter vieler ehemaliger Sowjetrepubliken legten Kränze Ihres Landes nieder und verneigten sich vor den Opfern der Sowjetarmee. Es gab auch Kränze der Bundesregierung und von der Linkspartei. Vor Ort war als deutscher Repräsentant Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidtke. Er stand gleich neben dem russischen Botschafter Wladimir Grinin. Gemeinsam sind sie die Stufen zur Gedenkhalle im Ehrenmal hochgeschritten.

    Gleich anschließend kam es zu einer Kranzniederlegung der etwas spezielleren Art. Die berühmt-berüchtigten Nachtwölfe aus Russland haben es auch in diesem Jahr wieder nach Berlin geschafft. Einige Dutzend Biker dieses Motorradklubs brechen jedes Jahr von Russland zu einer Gedenktour durch die Ostländer des 2. Weltkriegs auf. Auch dieses Jahr gab es wieder einige Probleme an den Grenzen. Da die Nachtwölfe in vielen Ländern Mitglieder haben, schlossen sich ihnen unterwegs Biker aus der Slowakei, Polen oder Bulgarien an. Zur Kranzniederlegung im Treptower Park schafften es ungefähr 200 Biker. Die patriotischen Motorradfans marschierten im strammen Pulk auf das Ehrenmal zu, sangen russische Kriegslieder und legten in einzelnen Gruppen Kränze in der Gedenkhalle des Mahnmals nieder. Bei den Bikern in Lederkluft herrschte Disziplin und die Stimmung war gut und friedlich. Es gab auch keinerlei Hindernisse von Seiten der Polizei.

    Anschließend fuhren die Botschafter und später auch die Nachtwölfe weiter zu Kranzniederlegungen beim anderen großen sowjetischen Kriegsmahnmal im Berliner Tiergarten. Zusammen mit einigen Tausend Berlinern zog das „Unsterbliche Regiment“ durch das Brandenburger Tor. Für den Abend ist ein Volksfest mit Livemusik im Treptower Park geplant.


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    Tags:
    Unsterbliches Regiment, Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, Motorradclub Nachtwölfe, Die LINKE-Partei, Dietmar Woidtke, Wladimir Grinin, Treptower Park, Berlin
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