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22:49 13 Oktober 2019
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    Einhorn-Bratwurst

    Fabelhaftes aus der Fleischerei: Einhorn-Bratwurst lockt Kinder

    © Foto : Puttkammer
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    Mit einer „Einhorn-Bratwurst“ reitet die Fleischerei Puttkammer aus Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern auf der gegenwärtigen Einhorn-Welle. Das Unternehmen widerspricht Vermutungen, dass dazu das Fabelwesen geschlachtet wurde.

    „Papa, kann ich das haben?“, fragt das Kind mit strahlenden Augen und hält eine Tüte mit bunt schillernden Süßigkeiten in die Höhe. Bei näherem Hinsehen ist ein freundliches Pferdegesicht mit einem geschwungenen Horn und Regenbogenmähne auf der Verpackung zu erkennen: Ein Einhorn eben. Auf der Welle um das Fabelwesen reiten derzeit viele.

    In Zukunft könnte das Kind auch tränenüberströmt aus dem Einkaufsladen stürmen, weil es in der Fleischtheke eine schreckliche Entdeckung gemacht hat: Da liegt es, das süße Einhorn, in Plastik abgepackt und in Wurstform gepresst, mit dem typischen Rosa-Ton, den Einhorn-Fleisch wohl haben muss.

    Der fleischgewordene Kinderalptraum hat einen Namen: „Günter Puttkammer Fleischwaren-Spezialitäten“. Das Unternehmen, das anscheinend auch vor Fabelwesen nicht Halt macht, hat seinen Sitz in Gadebusch im tiefsten Mecklenburg-Vorpommern. „Die Idee zur Einhorn-Bratwurst kam mir, als ich durch den Supermarkt gegangen bin und fast nur noch Einhörner gesehen habe“, erklärt Produktionsleiter Marcel Puttkammer im Sputnik-Interview. Ob Fruchtgetränke, Schokolade, Esspapier oder gar Klopapier – überall seien plötzlich die fröhlichen Fabelwesen zu sehen gewesen. „Da dachte ich: Wieso nicht auch Bratwurst?“

    Wie bei all den anderen Produkten mit dem Fabelwesen gilt natürlich auch für die Einhorn-Bratwurst: Sie wird nicht aus echten Einhörnern hergestellt, sondern besteht aus reinem Schweinefleisch. Selbst für den Fall, es gäbe die gehörnten Pferde, gibt das Familienunternehmen Entwarnung: „Wir würden kein Einhorn verarbeiten, da wir unseren Schwerpunkt auf Schwein, Rind, Pute legen“, betonte der Produktionsleiter.

    Aber wer schützt die Kinder? Sollte die Einhorn-Bratwurst nicht in einem Bereich „12+“ liegen, um den Jüngeren keine bleibenden Schäden zuzufügen? „Dass Kinder dadurch traumatisiert werden glaube ich nicht“, antwortete Marcel Puttkammer knapp und stochert sich mit einem Horn zwischen den Zähnen.

     

    Valentin Raskatov

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    Tags:
    Wurst, Deutschland