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23:08 12 November 2019
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    Warum Französisch-Lehrbuch für Migranten in Belgien Skandal auslöste – Medien

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    „Papa hat eine Bombe geworfen und ist ins Gefängnis gewandert“, und „ich esse hinter Gittern eine Schnitte“ – solche Sätze lesen laut Euronews in Belgien Flüchtlinge, denen Französisch-Unterricht erteilt wird.

    Dieses auf Einwanderer orientierte Französisch-Lehrbuch soll Euronews zufolge in einer Schule am Stadtrand von Brüssel ausgearbeitet worden sein. Es sei zufällig einer für das Rote Kreuz arbeitenden Lehrerin in die Hände gefallen, die der Iraker Raad Al Azzawi um zusätzlichen Sprachunterricht gebeten hatte. Die Lehrerin Catherine Lemaire war zutiefst empört und hat Fotos dieser Lesebuch-Texte via Facebook veröffentlicht. Das Ergebnis war ein Skandal.

       
     „Ehrlich gesagt, als ich dies auf Arabisch gelesen habe, wurde ich sehr traurig. Im Irak gibt es so viel Leid und Armut … ehrlich, das macht mich sehr traurig“, sagte Raad Al Azzawi.
    „Anfangs habe ich mich nicht einmal entschließen können, ihm diese Sätze zu übersetzen, ich dachte, das sei sehr ernst, und ich schämte mich dafür, dass Belgien den Flüchtlingen ein derartiges Lehrmittel hat vorlegen können“, gab Catherine Lemaire zu.  
    Wie der Direktor der Schule erklärte, habe er nicht geahnt, dass das Lehrbuch für die Flüchtlinge derartige Sätze enthalte. Er gab zu, dass dies ein Fehler gewesen sei, und sagte, dass er eine interne Untersuchung einleiten wolle. Jene Seiten des Lesebuches, wo von Bomben und Gefängnis die Rede war, sollen bereits aus den vorhandenen Lehrbüchern entfernt worden sein.

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    Tags:
    Migranten, Frankreich