12:28 24 November 2020
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    Der massive Hacker-Angriff mit der Schädlingssoftware WannaCry, die am 12. Mai 200.000 Computer weltweit befallen hat, war nach Einschätzung russischer Geheimdienstexperten lediglich eine Art Versuchsballon, um Sicherheitslücken auszuloten. Demnächst sei eine viel stärkere Attacke zu erwarten.

    „Kein Zweifel, dass nicht Bereicherung das Ziel der Hacker war“, sagte ein nicht näher bezeichneter Geheimdienstexperte aus dem Bereich IT-Sicherheit, zur Tageszeitung „Iswestija“. Er verwies darauf, dass der Virus WannaCry, der PC in 150 Ländern der Welt befiel, den Hackern nur 42.000 US-Dollar gebracht habe.

    „Die Attacke diente eher dazu, die Reaktionen zu testen. Ähnlich gehen Terroristen vor, wenn sie vor einem Großanschlag eine kleinere Explosion organisieren, um die Reaktionen der Behörden zu testen.“

    Standort von Kaspersky Lab in Moskau
    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
    Dass Russland und China am schwersten betroffen worden seien, bedeute nicht unbedingt, dass diese beiden Staaten das Ziel der nächsten Attacke seien, so der Experte. Die Ursache dafür sieht er in der Raub-Software, „die so manche Unternehmen immer noch nutzen“.

    Die „Iswestija“ zitiert einen weiteren IT-Sicherheitsexperten aus russischen Sicherheitskreisen mit den Worten, dass die Hacker bei ihrer Attacke am 12. Mai ihre Technologie lediglich erprobt und Sicherheitslücken ausgelotet hätten. Ihr nächstes Ziel könnte erst entlarvt werden, wenn der WannaCry-Schöpfer gefasst sei.

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    Tags:
    Russland