17:06 26 Juni 2019
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    Richard Rojas

    Tödliche Raserei in New York: Persönlichkeitsstörung oder einfach bekifft?

    © REUTERS/ STEPHANIE KEITH
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    Der Autofahrer, der diese Woche am Times Square in New York in eine Menschenmenge gerast war, hat gewusst, dass er verrückt wird, und wollte Hilfe bekommen, schreibt die Zeitung „New York Post“.

    Demnach hat sich der Mann kurz vor der Tragödie an einen Psychotherapeuten gewandt. Dieser versprach, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, tat es aber nicht, hieß es. Frustriert setzte sich der 26-jährige Richard Rojas ans Steuer und raste in die Menschenmenge.

    „Ich habe versucht, Hilfe zu kriegen. Ich wollte mein Leben korriegieren. Ich wollte einen Job bekommen und eine Freundin finden“, so Rojas.

    An seinem ersten Morgen im Gefängnis hatte Rojas gesagt, er könne sich absolut nicht an das Verbrechen erinnern.

    „Das letzte, woran ich mich erinnere, ist, wie ich mit meinem Auto fahre. Dann bin ich in einem Polizeirevier aufgewacht. Ich hatte Angst“, sagte er.

    Laut dem Bericht war Rojas überrascht, an seinem Körper Wunden zu finden, und sagte, er könne nicht an den Vorfall glauben. Er wolle sich die Aufnahmen anschauen und sich damit vergewissern, dass der Täter am Steuer wirklich er gewesen sei.

    „Ich möchte mich bei den Familien aller Opfer entschuldigen. Ich will mich bei meiner Mutter entschuldigen“, so Rojas.

    Zuvor war berichtet worden, dass beim Täter einen Alkoholtest gemacht wurde. Das Ergebnis war negativ. Der Drogentest zeigte laut „Daily Mail“ aber, dass Rojas während des Vorfalls unter dem Einfluss von synthetischem Marihuana stand, das Halluzinationen und emotionale Störungen verursacht. Laut AP sagte der Mann den Ermittlern, er habe bei der Horrorfahrt „Stimmen gehört“ und gedacht, er würde sterben. Die Polizei geht davon aus, dass der 26-Jährige geisteskrank ist.

    Am 18. Mai raste Rojas am Times Square in New York in eine Menschenmenge. Laut der Polizei wurden dabei 22 Menschen verletzt. Eine 18-jährige Touristin aus Michigan kam ums Leben. Und das vor den Augen ihrer 13-jährigen Schwester, die ebenfalls verletzt wurde, hieß es. Rojas versuchte vom Unfallort zu flüchten, wurde aber festgehalten.

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    Tags:
    Marihuana, Amokfahrer, Autounfall, Richard Rojas, Times Square, New York, USA