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22:50 21 Oktober 2019
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    Standort der Zeitung The Guardian in London, Großbritannien

    Guardian verrät interne Facebook-Regeln für Zensur und Anzeigeerstattung

    © AFP 2019 / Andrew Cowie
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    Die britische Zeitung „The Guardian“ hat interne Facebook-Dokumente veröffentlicht, die festschreiben, wie mit gemeldeten Inhalten in dem sozialen Netzwerk umzugehen ist. Nach welchen Regeln werden eigentlich Beiträge gelöscht, gesperrt und weitergeleitet?

    Laut „Guardian“ handelt es sich um Schulungsunterlagen, Präsentationen und Diagramme mit Handlungsanweisungen. Auf Tausenden Seiten lernen die Facebook-Mitarbeiter, wann sie Inhalte ignorieren, sperren oder an Strafverfolgungsbehörden weiterleiten sollen. Dabei gehe es um Kindesmissbrauch, Mobbing, Erpressung, Tierquälerei und Darstellungen von Gewalt.

    Solche Beiträge, wie zum Beispiel „Someone shoot Trump“ („Jemand sollte Trump erschießen“), dürfen bei Facebook nicht gepostet werden. Aber Äußerungen wie „um den Hals der Schlampe zu brechen, richte den Druck auf die Mitte ihres Halses“ sind hingegen erlaubt, weil sie als unspezifische und unglaubwürdige Äußerung von Wut eingestuft werden.

    Videos, die eine Selbstverletzung zeigen, sind demnach auch nicht verboten, weil Facebook „Menschen in Not nicht zensieren oder bestrafen“ will.

    Fotos, die nichtsexuellen Missbrauch von Kindern und Erwachsenen zeigen, sollten auch nicht immer gelöscht werden, sobald sie keine Sadismus-Merkmale enthalten. 

    Wie die Zeitung weiter schreibt, ist jede „handgemachte“ Kunst, die Nacktheit oder sexuelle Aktivität zeigt, auf Facebook erlaubt, während digital produzierte Kunst mit denselben Inhalten verboten ist.

    Videos mit Tierquälerei können demnach eine aufklärerische Wirkung beabsichtigen und sollen deshalb erst dann gelöscht werden, wenn das Tier auf Bildern oder Videos extrem misshandelt oder gar getötet wird und dazu Jubel-Bekundungen abgegeben werden.

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    Tags:
    Dokumente, Mobbing, Mord, Gewalt, The Guardian, Facebook