18:54 05 Dezember 2019
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    Verletzte und Tote nach der Explosion in Manchester

    „Ich musste Tochter und Frau unter den Leichen suchen“ - Manchester-Augenzeuge

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    Anschlag in Manchester: Viele Tote durch Explosion bei Popkonzert (35)
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    Blutbeschmierte Plakate, Panik und Chaos: Mehrere Augenzeugen haben gegenüber britischen Medien die erschreckenden Szenen nach der Explosion bei dem Konzert der Sängerin Ariana Grande in Manchester geschildert.

    Bei einem Konzert der US-Pop-Sängerin Ariana Grande im britischen Manchester sprengte sich am Montagabend ein Selbstmordattentäter in die Luft. Mindestens 22 Menschen wurden getötet, etwa 59 verletzt.

    Eine Lehrerin aus Manchester teilte gegenüber BuzzFeed mit, sie habe zum 13. Geburtstag ihrer Tochter mit ihr das Konzert besucht. Kurz nachdem die Sängerin die Szene verlassen habe, sei ein heftiger Knall ertönt.

    ​„Die Leute wandten sich um und rannten uns entgegen, sie fingen an zu laufen und zu schreien“, sagte Welsby. „Es gab viele kleine Kinder, und als wir in die Halle gingen, war dort dicker Rauch und ein ganz eindeutiger Geruch von irgendwelchen Sprengstoffen.“

    Danach sei sie mit ihrer Tochter ebenfalls losgerannt – näher zum Ausgang seien die Plakate an den Wänden mit Blut beschmiert gewesen.

    ​Auf dem Boden hätten mehrere Verwundete gelegen – eine Frau mit einer offenen Wunde auf dem Hinterkopf und ein Mädchen, dass sich offenbar beim Laufen den Fuß gebrochen habe.

    Anne-Marie aus Manchester hatte das Konzert mit ihrer ebenfalls 13-jährigen Tochter besucht. In einem Interview für den Sender BBC 5 beschrieb sie die ersten Minuten nach dem Anschlag als „eine absolute Panik“.

    „Die Menschen warfen sich auf den Boden und dachten, dass dort ein Schütze sein könnte. Leider war die Security verwirrt, wie alle anderen auch. Jeder konnte nur auf sich selber zählen.“ Überall seien unbegleitete Kinder gewesen: „Ich habe vergebens versucht, mehreren Mädchen, die ganz alleine und hysterisch waren, meine Hilfe anzubieten.“

     

    Ein anderer Augenzeuge namens Andy habe neben dem Foyer auf seine Frau und Tochter gewartet, als er plötzlich durch eine Explosionswelle zu Boden geworfen wurde.

    „Als ich aufgestanden bin, sah ich, dass überall Körper auf dem Boden lagen. Mein erster Gedanke war, in die Arena zu gehen, um meine Familie zu finden. Als ich sie nicht finden konnte, ging ich mit der Polizei und der Feuerwehr hinaus und musste versuchen, meine Frau und Tochter unter den Leichen zu finden.“

    Etwas später sei seine Familie jedoch unversehrt aus der Arena gekommen.

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    Terrorangriff, Terror, Terrorbedrohung, Terroranschlag, Manchester, Großbritannien