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    Russische Historiker haben bei Moskau eine Grube mit einer Milliarde sowjetischer Rubel gefunden. Eine Teilnehmerin der Expedition, Olga Bogdanowa, erzählte dem Portal „Tjournal“ über diese ungewöhnliche Entdeckung.

    Tieftaucher vor Krim-Küste (Symbolbild)
    © Foto : Katastrophenschutz der Krim
    Nach der Perestroika sollen Tonnen von schon nutzlosen sowjetischen Geldscheinen aus den Jahren zwischen 1961 und 1991 in alte Bergbauschächte geworfen worden sein, weil man sie wegen der hohen Toxizität nicht verbrennen durfte. Dies teilte Olga Bogdanowa mit, die zusammen mit ihrem Mann, Alexej Antonow, gern verlassene Plätze mit Artefakten vergangener Zeiten aufsucht.

    Ende April entschied sich das Ehepaar, gemeinsam mit Journalisten vom Youtube-Channel „Russische Geheimnisse“ einen Ausflug zu einem solchen Schacht zu unternehmen.

    „Die Reise zum Versteck nahm einige Stunden in Anspruch“, sagte Olga. Der Weg dorthin habe durch einen Wald, ein Feld und sogar einen Fluss geführt, der kaum zu überqueren sei.

    Trotz der Gerüchte über die Radioaktivität der Geldscheine habe das Dosimeter keine über der Norm liegenden Werte neben der Geldgrube angezeigt.

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    „Das Gefühl beim Anblick einer solchen, wenn auch aus dem Umlauf genommenen, Geldmenge ist mit Worten schwer zu beschreiben. Das ist Begeisterung sowie eine gewisse Traurigkeit, weil du verstehst, dass man die vergangene Epoche nicht zurückbringen kann und dass niemand dieses Geld mehr braucht“, so die Historikerin.

    Nach ihrer Einschätzung kann es in Russland nicht weniger als drei solcher Schächte geben, obwohl sie ihre genauen Standorte nicht kennt.

    „Nach dem Gesehenen möchte man sich auf die Suche nach einer Zeitmaschine machen. Auf jeden Fall ist das ein Platz, wohin man zurückkehren möchte“, sagte die Frau.

    Ein monatliches Durchschnittsgehalt in der Sowjetunion lag im Jahr 1961 bei 81 Rubel und im Jahr 1991 bei 495 Rubel.

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    Tags:
    Geldscheine, Geld, Fund, Historiker, Rubel, Sowjetunion, Russland