07:57 17 November 2019
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    Russischer Jagdbomber Su-34

    Russische Militärflieger bestehen Syrien-Prüfung

    © Foto : Verteidigungsministerium Russlands
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    Die russischen Luft- und Weltraumkräfte haben laut Russlands Verteidigungsminister, Sergej Schoigu, in Syrien dreimal mehr Kampfflüge und viermal mehr Raketen- und Bomben-Schläge als die von den USA angeführte Koalition geführt, obwohl die russischen Militärs dort über viel weniger Flugzeuge verfügen. Dies berichtet die Zeitung „Wedomosti“.

    „Kampferfahrungen haben 86 Prozent des Flugpersonals bekommen, darunter auch 75 Prozent der Crews der Fernfliegerkräfte, 79 Prozent der taktischen, 88 Prozent der Militärtransport- sowie 89 Prozent der Armeeluftkräfte (Hubschrauber – Anm. d. Red.)“, sagte Schoigu.

    Wie eine der Leitung des russischen Luftfahrtkonzerns OAK nahe stehende Quelle gegenüber dem Blatt sagte, können keine Tests und Militärübungen die realen Erfahrungen aus einem Einsatz der Luft- und anderen Militärtechnik ersetzen. Demnach wurden bei dem Vorgehen in Syrien technische Probleme entdeckt, die unter anderen Bedingungen kaum gefunden werden könnten, mit deren Lösung man sich derzeit beschäftigt.

    Zu solchen Problemen zählen beispielweise die Funktionsfähigkeit der Avionik der modernsten russischen Jagdbomber Su-34 und Su-35, darunter auch deren Software, sowie die Funktionssicherheit der Verteidigungskomplexe, deren Ziel es sei, die Flugmaschinen vor schultergestützten Boden-Luft-Flugabwehrraketensystemen zu schützen. Der Einsatz solcher Systeme durch Terrorgruppierungen in Syrien ist demnach begrenzt, und die meisten Hubschrauberverluste haben mit anderen Faktoren zu tun. Nach offiziellen Angaben wurden insgesamt fünf Flugmaschinen verloren: zwei von ihnen wegen Führungsfehlern und andere wegen ihren Beschusses. Trotzdem betonte die Quelle, dass die Kämpfer moderne Boden-Luft-Flugabwehrraketensysteme besäßen, weshalb derzeit zusätzlich Fragen in Bezug auf deren Abwehr behandelt werden.

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    Tags:
    Su-35, Su-34, Sergej Schoigu, Syrien, Russland