19:14 19 Oktober 2018
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    Nothilfe am Ort des Terrorangriffs in Ägypten

    Bischof: Angriff auf Christen in Ägypten forderte mehr Opfer als offiziell angegeben

    © AFP 2018 / Mohamed El-Raai
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    Bei der heutigen Attacke auf einen Bus mit koptischen Christen in Ägypten ist die Opferzahl größer als Medien berichten. Der Angriff kann laut Bischof Magaga mindestens 50 Opfer gefordert haben. Von dieser Zahl geht im Gespräch mit Sputnik auch der koptische Experte Hani Samer aus.

    Laut Samer sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Demnach sollen Augenzeugen behauptet haben, im Bus seien viele Pilger mit Kindern gewesen. Nur drei Kinder hätten die Attacke überlebt, hieß es.

    „Milizen haben diesmal für ihren Angriff ein schwer passierbares Wüstengelände ausgewählt. Es ist praktisch von der Welt abgeschnitten. Das in der Nähe liegende Kloster befindet sich unter dem Schutz der Araber. Zuvor sind dort keine Probleme entstanden", so Samer.

    Auf dieser 23 Kilometer langen Straße, wo der Bus angegriffen wurde, gebe es kein Mobilnetz. Dies zeuge von einer sorgfältigen Vorbereitung der Terror-Operation. Dieses Kloster wird demnach täglich von vielen Pilgern aus allen Teilen des Landes besucht.

    Die Art und Weise, auf die die Attacke ausgeführt worden sei, zeuge davon, dass Christen derzeit in Ägypten mehr angegriffen werden, so Samer weiter.

    Der ägyptische Präsident Abd al-Fattah as-Sisi berief im Zusammenhang mit dem heutigen Anschlag im Süden des Landes eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein.

    Laut den Medien untersuchen ägyptische Sicherheitskräfte derzeit den Angriffsort. Alle Eingänge zum Kloster sind gesperrt.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinem ägyptischen Kollegen herzliches Beileid ausgesprochen und betont, dass Russland ein zuverlässiger Verbündeter von Kairo im Kampf gegen den Terrorismus bleibe.

    „Die Tötung von Pilgern, unter denen Frauen und Kinder waren, ist ein weiterer Beweis für den barbarischen, unmenschlichen Charakter des Terrorismus“, so Putin in einem Telegramm an Abd al-Fattah as-Sisi. Die Verbrecher dürften nicht der Vergeltung entkommen, hieß es.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Christen am heutigen Freitag ins koptisch-orthodoxe Kloster Sankt Samuel in der südlichen Provinz Minya unterwegs gewesen waren, als ihr Bus von Bewaffneten angegriffen wurde. Medien berichteten zunächst von mindestens 23 Todesopfern. Nach Angaben des örtlichen Koptischen Kulturzentrums wurden bei der Attacke mindestens 35 Menschen getötet.

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    Tags:
    Terror, Überfall, Angriff, Attacke, Abd al-Fattah as-Sisi, Wladimir Putin, Ägypten