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    Europa in Terrorgefahr (2017) (49)
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    Knapp zwei Monate nach seiner Festnahme in einem Flüchtlingscamp in Leipzig haben die sächsischen Behörden einen 24-jährigen Marokkaner abgeschoben, der einen Anschlag auf die russische Botschaft in Berlin geplant haben soll. Das teilte das sächsische Innenministerium am Samstag mit.

    Demnach soll der junge Mann am Freitagabend via Frankfurt am Main in seine Heimat geflogen worden sein.

    Seit dem 21. April befand sich der Terrorverdächtigte in Abschiebehaft in Rheinland-Pfalz, bis ein Bezirksgericht in Leipzig einen Termin für seine Abschiebung beschlossen hatte.

    Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ berichtet, dass sich der 24-jährige Mohammed B.-H. am 8. April unter die Teilnehmer einer Demo vor der russischen Botschaft Unter den Linden mischen und einen Anschlag verüben wollte.

    Laut der Zeitung informierte das Bundesamt für Verfassungsschutz einen Tag zuvor das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter in Sachsen und Berlin sowie das Auswärtige Amt über die geplante Tat. In der folgenden Nacht, nur wenige Stunden vor der Demo, hätten die Sicherheitsbehörden zugegriffen.

    Nach Angaben von Sicherheitsexperten sei Mohammed B.-H. schon im Februar aufgefallen. Damals sei der Marokkaner vor dem Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf aufgetaucht und habe Schüler gewarnt, das Gebäude mit einer Bombe in seinem Rucksack zu betreten. Die Schüler sollen die Leitung des Zentrums alarmiert haben, woraufhin das Gelände evakuiert worden sei.

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    Botschaft, Abschiebung, Terrorverdächtiger, Bild am Sonntag, Mohammed B.-H, Marokko, Russland, Deutschland