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    Der Syrer Muhammad Daqneesh hat seinem Sohn Omran, dessen Foto die Organisation „Weißhelme“ zu einem Symbol des Leidens syrischer Kinder im Krieg gemacht hatte, einen anderen Namen gegeben.

    Sein Sohn sei nur leicht verletzt worden, erzählte der Vater der Video-Agentur Ruptly. Die Rebellen aber hätten Omrans Zustand maßlos übertrieben und sein Foto für Beschuldigungen der syrischen Regierung benutzt.

    „Als sie (die „Weißhelme“ – Anm. d. Red.) Omran genommen haben, um ihm Erste Hilfe zu leisten, setzten sie ihn hin, um ein Foto zu machen, noch bevor sie sich um ihn kümmerten,“, so Omrans Vater.

    Niemand habe ihn nach einer Erlaubnis für das Foto gefragt. Inzwischen sei die Familie in ihr Haus zurückgekehrt.

    „Gott sei Dank, wird die Situation immer besser. Die Armee ist in der Offensive und befreit die Gebiete. Wir sind in unsere Häuser zurückgekehrt, das Leben kommt langsam wieder in Ordnung“. Nun will der Vater seinen Sohn zurück in Aleppo gebracht haben, damit „niemand ihn benutzen könnte“.

    „Ich habe ihm den Kopf rasiert, ich habe sogar seinen Namen geändert, ich habe es ihm nicht erlaubt, nach draußen zu gehen.“

    Alles, was Daqneesh wolle, sei, dass sein Sohn in Ruhe gelassen werde: „Sie haben mir Drohungen geschickt, Drohungen, die keinen Grund haben, weil ich nichts Schlimmes mache. Ich nehme an keiner Verschwörung gegen das Land teil, ich bekomme keine Dollar dafür, um meinem Land zu schaden“.

    Die Bilder von dem dreijährigen Omran, der mit Blut und Staub bedeckt regungslos in einem Rettungswagen sitzt und mit leblosem Blick ins Leere starrt, waren zuvor um die Welt gegangen und von einigen westlichen Medien zum Symbol der „bösen“ Auswirkungen der russischen Militäroperation in Aleppo gemacht worden. Moskau und Damaskus wiesen diese Vorwürfe zurück.

    Später erklärte der offizielle Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow, dass die Eigenschaften der Zerstörungen an dem Gebäude, das von den westlichen TV-Sendern bei der Rettung des Jungen Omran gezeigt wurde, darauf hinwiesen, dass dort — angesichts der heilen Fenster im Haus gegenüber — nicht eine Fliegerbombe, sondern eine Mine oder Gasbombe eingesetzt worden war, die die Terroristen immer wieder verwendeten.

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    Militär, Kinder, Weißhelme, RT RUPTLY, Aleppo, Syrien