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22:16 20 Oktober 2019
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    US-Soldat in der syrischen Stadt Darbasiya auf der Grenze zur Türkei

    Spannungen mit Iran in Syrien vermeiden: USA verlassen sich auf Russland

    © REUTERS / Rodi Said
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    Die USA rechnen mit der Hilfe Russlands bei der Vermeidung eines möglichen Konflikts mit den vom Iran unterstützen regierungstreuen Kräften in Syrien. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den US-Sonderbeauftragten für die internationale Allianz gegen den „Islamischen Staat“, Brett McGurk, am Mittwoch.

    Am Dienstag hatte die US-geführte Anti-IS-Koalition syrische regierungsnahe Kräfte in At-Tanf angegriffen. Später hatte der so genannte operative Stab der Verbündeten Syriens, in dem die libanesische Hisbollah-Miliz und der Iran vertreten sind, einen Gegenschlag gegen die US-Truppen in der Region angedroht.

    Laut McGurk sollte die jüngste Attacke der US-Koalition in At-Tanf, die regierungsnahe Kräfte betraf, US-Kräfte in Syrien schützen. US-Militärs in Syrien würden täglich mit den Vertretern der russischen Armee kommunizieren, um Missverständnisse mit den syrischen regierungstreuen Kräften zu vermeiden, sagte er.

    „Wir verlassen uns tatsächlich darauf, dass die Russen uns helfen werden, (…) dies zu erledigen. Und wir hoffen darauf, dass so etwas nie mehr passieren wird", so McGurk.

    Zuvor hatte der Chef des Verteidigungsausschusses des russischen Unterhauses, Wladimir Schamanow, geäußert, der Luftschlag der US-geführten Koalition gegen regierungsnahe Kräfte in At-Tanf solle vom UN-Sicherheitsrat bewertet werden.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies darauf hin, dass die US-Koalition ihre Luftschläge wahrscheinlich gegen Kräfte geführt hatte, die Vorhaben der Terroristen hatten verhindern wollen.

    Die US-geführte Koalition, die Syrien seit 2014 gegen den Willen der gesetzlichen Regierung in Damaskus bombardiert, griff am Dienstag Regierungstruppen in einer zum Schutz von Zivilisten eingerichteten Deeskalationszone im Raum von At-Tanf an. Dabei kamen zwei syrische Soldaten ums Leben. Die Soldaten und die Militärtechnik, die die US-geführte Koalition und Partnerkräfte gefährdet hätten, hätten die eingerichtete Schutzzone betreten, hieß es in einer Mitteilung der US-Militärkoalition. Nach einigen Warnungen habe die internationale Koalition „zwei Artillerie-Einheiten und eine Flugabwehreinheit vernichtet sowie einen Panzer beschädigt".

    Zuletzt hatte es in der Region am 18. Mai einen ähnlichen Luftangriff gegeben.

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    Tags:
    Hilfe, Spannungen, US-Koalition, Terrormiliz Daesh, Brett McGurk, Syrien, Iran, Russland, USA