14:00 23 Oktober 2018
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    Russisches Außenministerium in Moskau

    "Fake": Moskau reagiert auf „Welt“-Beitrag über „russische Propaganda“

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Das russische Außenministerium hat die Zeitung „Die Welt“ wegen ihres Artikels über die Tätigkeit des Senders RT Deutsch und des Nachrichtenportals Sputnik Deutschland kritisiert. Eine entsprechende Mitteilung hat die Behörde am Samstag auf ihrer Webseite veröffentlicht.

    In der Mitteilung des russischen Außenministeriums wird ein Artikel mit dem Titel „Russische Propaganda kinderleicht" erwähnt, der in der Zeitung „Die Welt" am 2. Juni erschienen ist. Zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags, ließ sich der erwähnte "Welt"-Artikel allerdings nicht abrufen.

    Anti-Fake-News-Projekt des russischen Außenministeriums/Bildschirmfoto
    © Sputnik /
    Anti-Fake-News-Projekt des russischen Außenministeriums/Bildschirmfoto

    "Die Hauptbotschaft des Artikels in der „Welt" heißt: RT Deutsch und Sputnik würden in Deutschland keinen Journalismus, sondern primitive prorussische Staatspropaganda betreiben. Die Zeitung legt die „beste" Methode nahe, mit der dieses „Problem" gelöst werden könnte, und zwar die beiden Quellen zu boykottieren, so das russische Außenministerium in seiner Mitteilung.

    Newsroom des US-Senders CNN (Archivbild)
    © AP Photo / Ric Feld

    Die Behörde verwies darauf, dass RT-Deutsch- und Sputnik-Journalisten in der BRD offiziell akkreditiert sind und ihre Berufstätigkeit im strengen Einklang mit den geltenden Gesetzen ausüben. „Ihre Arbeit ist absolut legitim, und es hat keine Beanstandungen gegenüber ihnen von Seiten der Behörden gegeben", betonte das Außenministerium.

    Das russische Außenamt bezweifelte zudem, ob die Vorwürfe der Welt-Redaktion an russische Medien berechtigt seien, während die Mitarbeiter der „Welt" selbst verpflichtet seien, „das transatlantische Bündnis zu unterstützen und ihre Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu zeigen".

    Außerdem machte das Außenministerium auf die aufdringliche Reklame der russischen Redaktion eines anderen deutschen Mediums aufmerksam, und nämlich der „Deutschen Welle", die russische Internet-Nutzer nicht unbeachtet lassen.

    „Lauter Feinde um Russland herum? Dann müssen sie hierher. Nachrichten ohne Verschönerungen oder Hysterie", zitiert die Behörde den Slogan der DW Russian. „Wir glauben, dass diese Marketing-Methode eine einzig richtige Definition verdient, und nämlich „Deutsche Propaganda kinderleicht".

    ​Das russische Außenministerium hatte mehrmals Informationen dementiert, die in den westlichen Medien veröffentlicht wurden. Dazu entstand sogar auf der offiziellen Webseite der Behörde eine neue Sparte, in der Falschmeldungen ausländischer Medien publiziert und somit öffentlich entlarvt werden.

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