02:05 20 September 2018
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    Die Hauptstadt von Thailand Bangkok (Archivbild)

    Gericht in Thailand verhängt bisher höchste Strafe für Majestätsbeleidigung – Medien

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    In Thailand ist ein 34-jähriger Mann wegen Facebook-Posts, die als beleidigend für die Königsfamilie eingeschätzt worden waren, zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt worden, meldet die Nachrichtenagentur AFP.

    Ein Militärgericht in Bangkok verurteilte laut AFP den 34-Jährigen wegen 10 Fotos und Videos, die er im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht hatte.

    Das Gericht hielt diese Materialen für beleidigend für die Familie des thailändischen Königs Maha Vajiralongkorn und verurteilte den Mann für jedes Material zu sieben Jahren Haft (insgesamt 70 Jahre), damit verhängte es die bislang höchste Strafe für dieses Verbrechen. Später wurde die Strafe wegen des Geständnisses des Mannes halbiert.

    Das in Thailand geltende Majestätsbeleidigungsgesetz stellt beleidigende Äußerungen oder Handlungen gegenüber dem thailändischen König und seiner Familie unter Strafe. Verstöße gegen das Gesetz können mit Gefängnisstrafen von bis zu 15 Jahren geahndet werden. Seit dem Militärputsch im Jahre 2014 wurden in Thailand laut Menschenrechtsorganisationen mehr als 100 Menschen wegen Majestätsbeleidigung zu strengen Haftstrafen verurteilt.

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    Strafe, Thailand