05:47 20 Juni 2019
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    Kim Jong-nam, Halbbruder des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong-un, auf der Titelseite eines chinesischen Magazins

    US-Honorar? - Kims Halbbruder soll bei Tod 120.000 Dollar Cash bei sich gehabt haben

    © REUTERS / Thomas Peter
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    Die US-Geheimdienste sollen Kim Yong-nam, dem Halbbruder des nordkoreanischen Staatschefs Kim Yong-un, nach Angaben der japanischen Zeitung „Asahi Shimbun“ 120.000 Dollar (etwa 107.000 Euro) Bargeld für Geheiminformationen gegeben haben. Gerade diese Summe sei bei Kim Yong-nam nach dessen Tod im Flughafen Kuala Lumpur gefunden worden.

    Laut der Zeitung soll es sich dabei um vier 100 Dollar-Banknoten-Bündel gehandelt haben. Zudem sollen im Gepäck von Kim Yong-nam ein Notebook und zwei Handys entdeckt worden sein.

    Da der Halbbruder des nordkoreanischen Staatschefs einen diplomatischen Pass besessen habe, sei er im Flughafen keinen Kontrollen unterzogen worden.

    Kim Yong-nam war am 13. Februar am Flughafen von Kuala Lumpur in Malaysia, von wo aus er zu seiner Familie in Macau fliegen wollte, zusammengebrochen und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Er soll einem Giftanschlag zum Opfer gefallen sein. Nach Medienangaben sollen zwei Frauen den Mann mit vergifteten Nadeln getötet haben. Anderen Berichten zufolge sei ihm ein Tuch mit Gift auf Mund und Nase gedrückt worden. Die beiden Frauen seien angeblich Spezialagentinnen mit vietnamesischen Pässen. Zwei Verdächtige wurden laut Medienberichten festgenommen.

    Wie aus Südkorea und den USA verlautet, sollen nordkoreanische Agenten hinter dem Mord stecken. Pjöngjang besteht jedoch darauf, dass es sich bei dem Toten nicht um Kim Yong-nam handele.

    Kim Yong-nam, der ältere Sohn von Kim Jong-il, galt als potentieller Nachfolger des koreanischen Staatschefs. Kim Yong-nam fiel aber in Ungnade, als er im Jahr 2001 bei dem Versuch festgehalten worden war, mit gefälschten Papieren nach Japan zu reisen, um das Disneyland in Tokio zu besuchen.

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    Mord, Zeitung Asahi Shimbun, Kim Yong-nam, Macau, USA, Malaysia, Japan, Nordkorea