05:46 20 Juni 2019
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    Eine Polizistin bei Arbeit

    Schüsse nach Streit unter Rappern - Polizei-Großeinsatz

    CC BY-SA 2.0 / JouWatch / Polizei
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    Ein mutmaßlicher Streit zwischen Rappern in Oer-Erkenschwick, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen (NRW), hat zu einer Schießerei geführt. Von vier Verletzten sind laut Polizei noch zwei im Krankenhaus. Der Täter ist weiter auf der Flucht, heißt es.

    Vier Personen wurden am Dienstag bei einer Schießerei in Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) verletzt. Es handelte sich nach Polizeiangaben um eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der Rapper-Szene. Nach dem Täter, der die Schießerei begann, werde weiter gefahndet, so eine Polizeisprecherin gegenüber Sputnik.

    In der Nacht am Dienstag war ein Großaufgebot der Polizei in der kleinen Stadt unterwegs. Eine Hundertschaft, ein Spezialkommando und ein Hubschrauber kamen dabei zum Einsatz.

    „Gestern Abend sind um 18:45 an der Ludwigstraße in Oer-Erkenschwick zwei verfeindete Gruppen aufeinandergestoßen“, berichtete Pressesprecherin Ramona Hörst vom Polizeipräsidium Recklingen.

    Ein Streit habe sich zur Schlägerei ausgeweitet. Auch Schlagwerkzeuge seien zum Einsatz gekommen. Doch dabei endete die Auseinandersetzung nicht: „Ein Beteiligter zog während der Auseinandersetzung eine Waffe und gab mehrere Schüsse ab“, sagte Hörst.

    Zeugen haben die Auseinandersetzung dokumentiert

    Zu den verfeindeten Gruppen teilte die Polizeisprecherin ferner mit:

    „Uns liegen erste Hinweise vor, dass das Gruppierungen sind, die Bezüge in die Rapper-Szene haben, und dass es sich teilweise um libanesisch-stämmige Personen handelt.“

    Vier Personen seien mit Schuss- und Schlagverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Dort befänden sich immer noch zwei von ihnen, sie seien aber nicht in Lebensgefahr. Unbeteiligte hätten bei der Auseinandersetzung keine Verletzungen erlitten.

    Nach dem Mann, der die Waffe gezogen hatte, sowie weiteren Beteiligten fahndet die Polizei weiterhin. Die Polizeisprecherin hält aber eine Gefahr für die Bevölkerung für unwahrscheinlich: „Wir gehen davon aus, dass sich die beiden Gruppen gezielt gesucht und gefunden haben. Die Aggressionen waren nur aufeinander bezogen. Nichtsdestotrotz können wir natürlich nicht sagen, dass es jetzt völlig ungefährlich ist.“

    Das komplette Interview zum Nachhören:

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    Tags:
    Rap, Spezialkräfte, Schießerei, Polizei, Nordrhein-Westfalen, Deutschland