12:09 26 September 2020
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    Im Departement Hérault im Süden Frankreichs sind zehn Unbekannte in Lagerhalle eines Weinbauers eingebrochen und haben dort 200.000 Liter Wein vergossen. Dies berichtet der Radiosender France Bleu am Mittwoch.

    Demnach sollen die Eindringlinge am späten Dienstagabend die Hähne von Weinbehältern aufgedreht und dabei 17 davon vollständig geleert haben. Der Eigentümer Nicolas Vella, der eigenen Angaben nach ausschließlich französischen Wein verkauft, sprach gegenüber dem Sender von einem „entschädigungslosen Akt der Barbarei“. Er schätzt den Schaden auf etwa 300.000 Euro.

    Es heißt, die böswillige Aktion sei darauf ausgerichtet gewesen, den Import von spanischem Wein zu stoppen, der eine Konkurrenz zu den örtlichen Weinen darstellt. Am Ort des Geschehens sollen die Unbekannten die Initialen CAV hinterlassen haben, was für das Komitee der Aktivität von Weinbauern stehen soll – einer lokalen Abteilung des Regionalen Komitees für Handlungen von Weinbauern (CRAV), das auf illegalen Wegen gegen das Importieren von Wein nach Frankreich kämpft. 

    Wie der Sender ferner berichtet, wurde erst kürzlich in der Stadt Béziers (Departement Hérault) in das Büro des Weinhandelsunternehmens Vergnes et Passerieux eingebrochen. Zur gleichen Zeit hatten sich im Büro der Handelsfirma Jeanjean in Saint-Félix-de-Lodez (Departement Hérault) zwei Explosionen ereignet. Im Januar wurden zwei Behälter spanischen Weins in die Flüsse Gard und Aude gegossen. Das CRAV hatte sich zu sämtlichen Aktionen bekannt.

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    Tags:
    Import, einbruch, Wein, Spanien, Frankreich