03:59 19 August 2017
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    Starbucks-Initiative: Konzerne dürfen nicht an Flüchtlingen verdienen – Politiker

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    Europas Flüchtlingsdeals (2017) (140)
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    Frankreich wird darauf achten, dass Starbucks nicht auf Kosten der Flüchtlinge, die es anstellen will, Gewinn macht. Dies sagte der Geopolitiker Djordje Kuzmanovic im Gespräch mit Sputnik in Bezug auf die jüngste Initiative der internationalen Kaffeehaus-Kette.

    Laut dem europäischen Starbucks-Chef Martin Brok hat das Unternehmen angefangen, 2500 Flüchtlinge in acht Ländern – Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Portugal und der Schweiz – anzustellen.

    Das ist zweifelsohne eine PR-Aktion seitens dieses globalen Unternehmens, meint Kuzmanovic, Berater des ehemaligen französischen Präsidentschaftskandidaten Jean-Luc Mélenchon in internationalen Fragen und Verteidigung.

    „Starbucks gelingt es, in Frankreich keine Steuer zu zahlen, trotz seines Rekordgewinns. Dies muss uns doch hellhörig machen“, forderte Kuzmanovic. „Für einen konkreten Flüchtling ist es eine Chance, einen Job zu bekommen, aber wir werden aufpassen, dass der transnationale Konzern nicht auf Kosten dieser von Krieg und Armut geflohenen Menschen Gewinn macht“.

    Er sehe kein Problem mit dieser Initiative, wenn Flüchtlinge in Frankreich nach französischem Gesetz angestellt würden, wenn ihre Unterlagen in Ordnung wären und wenn sie schließlich ein anständiges Gehalt erhielten.

    Christine Lagarde, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), soll den Angaben von Kuzmanovic nach beim letzten Gipfel in Davos gesagt haben, dass europäische Unternehmen für eine bessere Integration von Flüchtlingen diese anstellen und ihnen die Hälfte des Nominallohns zahlen sollen. Das sei natürlich völlig inakzeptabel, sagte der Politiker.

    Zuvor war berichtet worden, dass der Starbucks-Generaldirektor Howard Schultz im Januar verkündet hatte, dass sein Unternehmen in den nächsten fünf Jahren 10.000 Migranten in 75 Ländern anstellen wolle.

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    Tags:
    Integration, Arbeit, Flüchtlinge, Starbucks, Djordje Kuzmanovic, Howard Schultz, Martin Brok, Christine Lagarde, Schweiz, Portugal, Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Österreich, Deutschland