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    Lage in Syrien (2017) (492)
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    Die US-geführte Anti-IS-Koalition hat in den letzten Tagen das Territorium ihrer Luftangriffe in Syrien wieder ausgeweitet, das sie nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets verringert hatte. Dies meldet die Nachrichtenagentur RIA Novosti am Samstag unter Berufung auf Berichte der Koalition.

    Nachdem Russland am Montag die Kooperation mit den USA im Rahmen des Memorandums über die Vorbeugung von Vorfällen und die Gewährleistung der Flugsicherheit in Syrien ausgesetzt hatte, gab die US-Koalition eine Verlegung ihrer Flugzeuge bekannt. Allerdings weigerte sie sich, darüber zu informieren, wie deren Flugrouten verändert werden sollten.

    Die Nachrichtenagentur macht unter Verweis auf Berichte der internationalen Koalition darauf aufmerksam, dass das Territorium von deren Flügen allmählich ausgeweitet wurde. Am 20. und 21. Juni habe die Koalition ihre Luftschläge lediglich bei Rakka versetzt, der „Hauptstadt" des „Islamischen Staates". Allerdings seien bereits am 22. Juni solche Städte in den Berichten aufgetaucht wie Abu Kamal im Osten Syriens nahe der Grenze zum Irak, Deir ez-Zor im Nordosten des Landes und Palmyra. Außerdem sei die Anzahl der Flüge auf 30 angestiegen und habe sich damit fast verdoppelt.

    Der Bericht der US-geführten Koalition vom 23. Juni habe diesen Trend bestätigt, so die Nachrichtenagentur. Diesmal habe die Koalition die Luftschläge nicht nur in Abu Kamal, Deir ez-Zor und Rakka geflogen, sondern auch über den Gebieten um asch-Schaddadi und al-Hasaka in der gleichnamigen Provinz im Nordosten Syriens.

    Die Nachrichtenagentur gab jedoch zu, sie verfüge über keine Kommentare der US-Koalition dazu, ob die obengenannte zeitweilige Verringerung der Gebiete ihrer Luftschläge mit den jüngsten Ereignissen verbunden sei.

    Der Sprecher des Stabes der Anti-Terror-Operation in Syrien, Ryan Dillon, hatte am Freitag geäußert, der Kommunikationskanal mit Russland funktioniere nach wie vor.

    Am 18. Juni hatte die von den Vereinigten Staaten angeführte Anti-Terror-Koalition nahe der Stadt Rakka ein syrisches Kampfflugzeug von Typ Su-22 abgeschossen. Das Flugzeug soll Bomben auf Stellungen der syrischen Opposition abgeworfen haben, hieß es aus dem Stab der Koalition.

    In diesem Zusammenhang teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass alle Flugzeuge und Drohnen, die sich in syrischen Gebieten befinden, wo Russlands Luftstreitkräfte ihre Kampfaufgaben erfüllen, künftig von Einheiten der russischen Flugabwehr begleitet werden sollen. Zudem beschloss die russische Verteidigungsbehörde, die Kooperation mit den USA im Rahmen des Syrien-Memorandums auszusetzen.

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    Territorien, Luftschläge, US-Koalition, Russland, Syrien