09:03 17 Dezember 2017
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    OSZE-Mission in Donbass (Archivbild)

    Lugansk: Ukraine bereitet Anschlag auf OSZE-Mission nahe Grenze zur Krim vor

    © AFP 2017/ Aleksey Filippov
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    Ukrainische Geheimdienste bereiten laut dem Vize-Sicherheitsminister der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk, Alexander Bassow, Provokationen gegen Mitarbeiter der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine vor. Dies meldete die Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU bereite bei den Checkpoints Kalantschak, Tschaplinka und Tschongar einen Anschlag auf die Mitarbeiter der OSZE-Sonderbeobachtermission Hans Peter Etter und Paul McCullough vor, so Bassow.

    Er nannte auch die Namen der SBU-Beamten, die in die Vorbereitung des Anschlags verwickelt sein sollen. Dies seien Hauptmann Sergej Koletschko und die Leutnante Iwan Osjornyj, Wladislaw Pawlik und Aleksej Parchomenko.

    Der SBU wolle mit dieser Provokation die Mitarbeiter der OSZE-Mission einschüchtern und die Stationierung einer internationalen bewaffneten Mission an der Trennungslinie durchsetzen.

    „Wir haben Vertreter der internationalen Missionen mehrmals davor gewarnt, dass sie zu Objekten von Sonderoperationen der ukrainischen Geheimdienste geworden sind, und sie gebeten, ihre Fahrten zur Trennungslinie zu vereinbaren", betonte Bassow. „Unsere Bitten wurden leider jedoch nicht gehört".

    Im April 2017 war ein Wagen der OSZE-Beobachtermission nahe Slawjanoserbsk in der Volksrepublik Lugansk auf eine Mine gefahren. Bei der Explosion wurden ein aus den USA stammender Rettungsarzt getötet und zwei Mitarbeiter der OSZE-Mission verletzt.

    Später machte die Lugansker Volksmiliz die ukrainische Armee und den Inlandsgeheimdienst SBU für den Anschlag auf das Fahrzeug der OSZE-Mission verantwortlich. Dabei bezog sie sich auf entsprechende SMS der ukrainischen Behörden, die sie abgefangen hätten.

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    Anschlag, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), OSZE, Lugansker Volksrepublik, Lugansk, Ukraine