09:38 07 Juli 2020
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    Der Finanzchef des Vatikans, Kurienkardinal George Pell, gegen den die Polizei in seinem Heimatland Australien wegen Kindermissbrauchs ermittelt, hat nach eigenen Angaben Papst Franziskus darum gebeten, ihn vorübergehend freizustellen. Dies berichten Medien am Donnerstag.

    Der Vatikan teilte mit, der Papst habe mit Bedauern von den Anschuldigungen erfahren und Pell die Freistellung gestattet, damit er in der Lage sei, sich in seiner Heimat zu verteidigen.

    Die australische Polizei hatte ein Ermittlungsverfahren gegen Pell eingeleitet. Wie eine Vertreterin der Behörde am Donnerstag mitteilte, handle es sich dabei um länger zurückliegende Missbrauchsvorwürfe. Dabei gebe es mehrere Kläger. Pell soll am 18. Juli vor dem Amtsgericht in Melbourne erscheinen.

    Pell selbst weise nachdrücklich alle Vorwürfe zurück, werde sich jedoch sobald wie möglich nach Australien begeben, um an der Aufklärung mitzuwirken, teilte das Erzbistum Sydney auf seiner Homepage mit.

    Der Kardinal wurde bereits im Oktober 2016 in Rom von australischen Ordnungskräften zu den Missbrauchsvorwürfen verhört.

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    Tags:
    Pädophilie, Vatikan, Australien