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    Nach Mord an italienischem Reporter: Ukrainischer Soldat in Bologna festgenommen

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    In Bologna ist am Freitag ein Ukrainer wegen des Tatverdachts des Mordes an einem italienischem Fotoreporter und seinem russischen Dolmetscher festgenommen worden, berichtet Corriere della Sera.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft heißt der Verdächtige Witali Markiw.  Der in Italien aufgewachsene ukrainische Staatsangehörige sei 2013 nach Kiew gereist, wo er an den Maidan-Protesten und ein Jahr später als Freiwilliger an Seite der ukrainischen Armee im Konflikt in der Ostukraine teilgenommen haben soll.

    Als stellvertretender Kommandeur eines Freiwilligenbataillons soll er die Schuld für einen Granatenbeschuss eines Vororts von Slawjansk tragen, dem der 30-jährige italienische Fotoreporter Andrea Rocchelli und sein Übersetzer aus Russland, Andrei Mironow, im Mai 2014 zum Opfer gefallen sind. Bei dem Beschuss war außerdem der französische Reporter William Roguelon  verletzt worden.

    Wie Augenzeugen berichteten, sind damals bis zu 60 Minen in der Nähe der Journalisten eingeschlagen, die alle drei in einem Auto unterwegs gewesen sind.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk (Donbass) geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Nach den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen bislang insgesamt fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

    Seit Beginn des bewaffneten Konfliktes in der Ost-Ukraine sind beim Beschuss durch die ukrainischen Streitkräfte vier russische Journalisten ums Leben gekommen: der Journalist Igor Korneljuk und sein Tontechniker Anton Woloschin vom Nachrichtensender Rossija 24, der Fotograf Andrej Stenin sowie der TV-Kameramann Anatoli Kljan.

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    Tags:
    Journalist, Donbass, Ukraine