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16:05 14 Oktober 2019
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    Ukrainische Soldaten in Awdijewka

    Kritischer Zustand: Kiew gibt Engpässe bei Pulver und Munition zu

    © AP Photo / Evgeniy Maloletka
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    Kein Frieden im Donbass (2017) (211)
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    Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Munitionsversorgung als kritisch bewertet. Dies berichtete die ukrainische Wochenzeitung „Serkalo Nedeli“ (zu dt. „Spiegel der Woche“).

    Dabei bezieht sich die Zeitung auf ein ihr vorliegendes internes Dokument, das Verteidigungsminister Stepan Poltorak an den Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexander Turtschinow, gerichtet hat. Das Schreiben ist den aktuellen Problemen der ukrainischen Militärindustrie gewidmet.

    Die ukrainische Verteidigungsbehörde bewerte die Versorgung der Armee mit Munition für Scharfschützengewehre, Maschinengewehre DSchK und NSWT sowie mit großkalibrigen Artilleriegeschossen und Granaten als kritisch, heißt es.

    Noch bis vor wenigen Jahren habe die Ukraine Munition nach Malaysia, Indien und in afrikanische Länder ausgeführt, so die Zeitung. Munition habe einen „Löwenanteil" der ukrainischen Exporte ausgemacht. Allerdings habe sich die Lage gravierend geändert.

    Heutzutage habe das Land die Produktion von Sprengstoffen, Pulver, Hülsen, Geschossen und Zündern eingebüßt, denn seit dem Beginn der „Anti-Terror-Operation" (der Militäroperation in der Ostukraine — Anm. d. Red.) werde das Territorium im Gebiet Donezk, auf dem sich entsprechende Betriebe und Fabriken befinden, von Kiew nicht mehr kontrolliert. 

    Panzerabwehrlenkraketen, Munition für groß- und mittelkalibrige Artilleriesysteme und Sprengköpfe von Fliegerbomben könnten also nicht geladen werden. Die Herstellung von sogenannten Ballistiten (eine Art rauchschwaches Pulver) für Granaten, präzisionsgelenkte Waffen sowie Raketenwerfer sei ebenfalls unmöglich. 

    Die erforderliche Produktion hätte in anderen ukrainischen Betrieben abgewickelt werden können, so der Verfasser des Artikels. Allerdings wären für die Umsetzung dieses Vorhabens etwa 20 bis 25 Millionen US-Dollar notwendig gewesen. Im Januar 2015 habe der ehemalige ukrainische Premier Arseni Jazenjuk die Initiative deshalb abgelehnt. 

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    Tags:
    Munition, Verteidigungsministerium der Ukraine, Stepan Poltorak, Alexander Turtschinow, Ukraine