10:39 21 Oktober 2018
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    US-Polizei (Archivbild)

    Fast 500 Opfer von Polizeigewalt in USA im ersten Halbjahr 2017 – WP

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    In den USA haben Polizisten im ersten Halbjahr 2017 bei der Amtsausübung 492 Menschen erschossen, geht aus einer Statistik der US-Zeitung „The Washington Post“ (WP) hervor.

    Wie die Zeitung anmerkt, unterscheide sich die Opferzahl in diesem Jahr kaum von der in den Jahren 2016 und 2015. Da waren von Polizisten entsprechend 963 und 991 Menschen getötet worden.

    Die meisten Erschossenen sind nach Angaben von WP in diesem Jahr Männer – 473 Menschen. Von Polizisten wurden zudem 19 Frauen erschossen.

    Unter den Opfern sind 223 Weiße, 116 Schwarze und 85 Lateinamerikaner. 274 Menschen trugen Feuerwaffen, 76 Personen hatten Messer. 16 Erschossene trugen Spielzeugwaffen, 27 Opfer waren unbewaffnet.

    Die meisten Fälle wurden im Bundesstaat Kalifornien registriert (87), den zweiten Platz belegt der Bundesstaat Texas (42 Opfer).

    Die Zeitung merkt an, dass die Zahlen doppelt so hoch sind wie die offiziellen Zahlen des FBI.

    „The Washington Post“ führt diese selbst erstellte Statistik seit 2014, nach den Protesten in der Stadt Ferguson (Bundesstaat Missouri). Im August 2014 war dort der 18-jährige afroamerikanische Schüler Michael Brown von einem Polizisten erschossen worden. In der Folge kam es zu Unruhen und Demonstrationen gegen Polizeigewalt.

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    Tags:
    Polizeigewalt, Opfer, Washington Post, USA