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    Wolfgang Bosbach (Archivbild)

    „Plapperei und Grimassen von Ditfurth“: Bosbach zum Eklat bei Talkshow EXKLUSIV

    © AP Photo / Markus Schreiber
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    Der Randale beim G20 Gipfel bleiben ein heißes Thema - so heiß, dass es bei der Talkshow „Maischberger“ zu einem Eklat kam. Wolfgang Bosbach (CDU) erzürnte sich so sehr über Jutta Ditfurth (ehem. Grüne), dass er die Live-Sendung verließ. „Mir ist der Kragen geplatzt“, sagte Bosbach im Sputnik-Interview.

    Seine Nacht sei kurz gewesen, gestand Bosbach. Denn am Mittwochabend zuvor ging es im ARD-Studio bei Sandra Maischberger hoch her. Die Runde, neben Bosbach und Ditfurth gehörten ihr der Polizeikommissar Joachim Lenders, der stern-Korrespondent Hans-Ulrich Jörges, Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) und der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken (Linke) an, diskutierte über die Folgen der Randale während des G20 Gipfels. Schnell wird klar, Bosbach und Ditfurth kommen auf keinen grünen Zweig – nicht mal in die Nähe eines Baumes. 

    Während der Innenexperte einen überparteilichen Konsens forderte, mit linker Gewalt genauso zu verfahren wie mit rechter Gewalt, kritisierte Ditfurth (65) die Einsatzkräfte in Hamburg. Die polizeilichen Aktivitäten nannte die Grünen-Gründerin "eine der übelsten Reaktionen, die ich je erlebt habe". Als Ditfurth mit dem Polizisten Lenders streitet, reicht es Bosbach. Der 65-jährige verlässt die Sendung.  Moderatorin Maischberger versucht vergeblich, ihn aufzuhalten. „Die Kombination aus ständigem Dazwischen-Plappern von Frau Ditfurth, ihren Grimassen, die sie während der Sendung geschnitten hat, ihrer abwegigen Argumentation und dass es nicht möglich war, eine ruhige Gesprächsatmosphäre herzustellen, haben mich bewogen, die Sendung zu verlassen“, begründet er gegenüber Sputnik.

    Talkshows ja, aber nicht mit Frau Ditfurth

    Zusätzlich ärgerte sich Bosbach über den Inhalt der Diskussion:

    „Der rote Faden war ja: Wenn es keine Polizisten in Hamburg gegeben hätte, dann wäre alles ruhig und friedlich verlaufen und das ist wirklich Schwachsinn – anders kann man das nicht sagen.“

    Bedauern tut der CDU-Politiker seinen Schritt nicht: „Ich bedaure, dass ich nicht schon früher gegangen bin.“ In Zukunft werde er selbstverständlich wieder Einladungen in Talkshows annehmen – mit einer Ausnahme: „Sie können ganz, ganz sicher sein: Wenn auf der Gästeliste Frau Ditfurth steht, werde ich um den Sendeort einen großräumigen Bogen machen.“ Er sei davon überzeugt, dass es nicht möglich sei, mit der Frau Ditfurth in einer Weise zu diskutieren, dass es wirklich zu einem wechselseitigen Austausch von Argumenten kommt. 

    Sputnik bemüht sich auch um eine Stellungnahme von Frau Ditfurth.

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Tags:
    Eklat, Ausschreitungen, Verantwortung, Bundespolizei, CDU, Die LINKE-Partei, G20, ARD, Wolfgang Bosbach, Hamburg, Deutschland