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    Nach Verbot: „Zeugen Jehovas“ gehen in den Untergrund

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    Die religiöse Organisation „Verwaltungszentrum der Zeugen Jehovas in Russland“ hat alle regionalen Filialen angewiesen, ihre Tätigkeit illegal auszuüben, nachdem das Oberste Gericht Russlands sie für extremistisch erklärt hatte. Dies berichten russische Medien unter Berufung auf eine Quelle in den Sicherheitskreisen.

    Die „Zeugen Jehovas“ sind laut dem Portal NewsTracker in der nordkaukasischen Region Stawropol tätig.

    „Die Tätigkeit der Filialen ist konspirativ. Derzeit finden keine religiösen Veranstaltungen in den Gebetshäusern, so genannten Königreichssälen, statt. Die Mitglieder der Organisation ,Zeugen Jehovasʻ versammeln sich in ihren Wohnungen in Kleingruppen mit zehn Menschen“, so die Quelle.

    Die Organisatoren solcher Treffen wechseln demnach ständig. Bei einer Festnahme durch die Polizei solle jeder Aktivist die persönliche Verantwortung tragen.

    Das Oberste Gericht Russlands hatte Ende April auf Klageantrag des russischen Justizministeriums die Tätigkeit der „Zeugen Jehovas“ im Land verboten und diese Organisation als extremistisch eingestuft.

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