13:07 18 November 2019
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    Russland plant 2028 Start von Trägerrakete zum Mars – Experte zu Zweckmäßigkeit

    © REUTERS / NASA/JPL-Caltech
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    Russland kann zuverlässige superschwere Trägerraketen entwickeln. Die Frage besteht aber in deren Zweckmäßigkeit, wie der Direktor des Unternehmens Kosmokurs, Pawel Puschkin, gegenüber dem russischen Portal „Wirtschaft heute“ sagte.

    Eine superschwere Trägerrakete aus russischer Produktion kann laut dem Konzern Energomasch bereits im Jahr 2028 gestartet werden.

    Kein Problem, eine solche Rakete zu entwickeln 

    Man könne eine Rakete solcher Klasse entwickeln, es gebe keine unüberwindlichen Schwierigkeiten dafür. Es gebe aber mehrere Fragen: Wozu braucht man diese Rakete? Was wird sie transportieren? Und wie wird sie eingesetzt?

    „Dieses Problem ist bereits entstanden, als die Rakete ,Saturnʻ entwickelt wurde und man an der Rakete ,Energijaʻ gearbeitet hat. Es war nicht klar, wozu man sie überhaupt gebraucht hat. Im russischen Raumfahrtkonzern Roskosmos wurde richtig gesagt: Man muss das zunächst begründen. Es ist kein Problem, eine Rakete zu entwickeln; es ist wichtig zu verstehen, wofür wir Geld ausgeben und was wir dafür bieten können werden“, so der Experte. 

    Was die Erklärungen des Konzerns Energomarsch angeht, machen sie Puschkin zufolge damit klar, dass sie bereit zu diesem Projekt seien. „Ich würde dies so auffassen: Dort will man sich in den Kampf stürzen und möchte Geld für Technologien bekommen“, sagte er.

    Weshalb brauchen wir Mond und Mars?

    Die Hauptaufgabe der Raumfahrtbehörde Roskosmos sind laut ihren eigenen Angaben Missionen zur Mond- und Marsoberfläche. „Weshalb brauchen wir jetzt den Mond und den Mars?“, fragte Puschkin.

    „Die Forderungen, das Ziel dieser Flüge zu begründen, sind berechtigt. Was aber unsere Möglichkeiten betrifft, sind wir wirklich fähig, solch eine Rakete zu entwickeln, die störungsfrei fliegen kann“, erläuterte der Experte.

    Der russische Raumfahrtbereich befinde sich derzeit auf solch einem Niveau, welches es ermögliche, solche Raketen zu entwickeln, die diese Ziele erreichen könnten und „nicht abstürzen“ würden.

    Mitte Juli hatte Russlands Raumfahrtkonzern Roskosmos erklärt, dass er in zwei Jahren die Vorbereitung auf einen Flug zum Mars starten würde.

    Im August 2016 hatte der Direktor der Raketen- und Raumfahrtkorporation „Energija“, Wladimir Solntsew, mitgeteilt, dass Roskosmos mit der Entwicklung einer neuen Trägerrakete begonnen habe. Laut Solntsew wird sie ein Raketentriebwerk des Typs RD-171 und die dritte Stufe der Rakete „Angara“ bekommen.

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    Ziel, Geld, Experte, Mission, Trägerrakete, Mond, Mars, Energomasch, Roskosmos, Russland