23:13 26 November 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    71426
    Abonnieren

    Für etwa 1,5 Millionen Einwohner von Rom kann die Trinkwasserversorgung zusammenbrechen, da die Behörden entschieden haben, wegen der starken Dürre die Wasserentnahme aus dem Braccianosee (italienisch Lago di Bracciano) in der Region Latium in Mittelitalien zeitweise zu stoppen.

    Diese Entscheidung soll laut Medienmeldungen am 28. Juli in Kraft treten.  Der Grund hierfür ist die seit Sommerbeginn in den Apenninen herrschende starke Hitze. Der Juni soll der heißeste in der fast 200-jährigen Wetterbeobachtung gewesen sein. Im Juli erreichten die Temperaturen in Mittel- und Süditalien historische Höchstwerte, was zu Waldbränden und zum Sinken des Wasserstandes in vielen Gewässern führte.

    „Leider haben wir es mit einer Tragödie zu tun. Der Wasserstand im Braccianosee ist derartig gesunken, dass eine Naturkatastrophe droht, wie man sie sich bisher nur schwer vorstellen konnte“, erklärte am Samstag der Präsident der Region Latium, Nicola Zingaretti, im Interview mit dem TV-Nachrichtensender Tgcom24.

    „Wir haben noch sieben Tage Zeit, um alle Möglichkeiten zu nutzen und die Probleme für die Bürger maximal zu verringern. Es wäre falsch, die Augen vor dem Problem zu verschließen. Das Wasser für Rom geht zu Ende, und alle müssen sich dessen bewusst sein“, erklärte der Chef der hauptstädtischen Region Latium.

    Experten zufolge können 1,5 Millionen Einwohner ohne Wasser bleiben. Offenbar müssen strengste Maßnahmen zur Rationalisierung des Wasserverbrauchs getroffen werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Trinkwasser für Aleppo: Russland liefert weitere Hilfsgüter nach Syrien
    Trinkwasser und Spielzeug: Russland bringt erneut Güter nach Syrien
    Tonnenweise Trinkwasser für Aleppo: Russland bringt Syrien wieder Hilfsgüter
    Tags:
    Trinkwasser, Dürre, Italien, Rom