12:51 03 Juni 2020
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    Terrormiliz Islamischer Staat (2017) (81)
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    Die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) hat nach der Eroberung der irakischen Stadt Mossul Zugang zu radioaktiven Stoffen bekommen, die für die Entwicklung einer „schmutzigen Bombe“ nötig sind. Das schreibt die US-Zeitung „The Washington Post“ (WP) am Sonntag.

    Demnach sollen die Terroristen unter anderem die Möglichkeit gehabt haben, die Vorräte an radioaktivem Kobalt-60 zu nutzen, die auf dem ab 2014 vom IS kontrollierten Gelände der Medizinischen Universität Mossul deponiert waren.

    Wie Experten im Bereich der Nukleartechnologien gegenüber dem Blatt sagten, konnten die Extremisten jedoch keine radiologischen Waffen entwickeln, da diese nicht gewusst hätten, wie das Uni-Depot zu öffnen sei, ohne dabei radioaktive Strahlen abzubekommen.    

    „Sie sind nicht so klug“, sagte ein Experte.

    Iraks Hauptbefehlshaber und Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte am 9. Juli die komplette Befreiung Mossuls vom IS verkündet. Bis dahin sollen die US-Geheimdienste die Daten über die Deponierung von Kobalt-60 in Mossul geheim gehalten haben.  

    Eine schmutzige Bombe ist eine radiologische Waffe mit Massenvernichtungseigenschaften, die aus einem konventionellen Sprengsatz besteht, der bei einer Explosion radioaktives Material in der Umgebung verteilt.

     

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    Tags:
    Entwicklung, schmutzige Bombe, Terrormiliz Daesh, Washington Post, Haider al-Abadi, Irak