11:25 09 Dezember 2019
SNA Radio
    US-Energieminister Rick Perry (Archivbild)

    US-Minister packt aus zu Nord Stream 2, Cyberangriff und Poroschenkos Biobrennstoff

    © AP Photo / Tim Sharp
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Neue US-Sanktionen gegen Russland – Moskau und Brüssel drohen Konsequenzen an (38)
    103007
    Abonnieren

    Die russischen Pranker Wowan und Lexus haben US-Energieminister Rick Perry angerufen und sich für den ukrainischen Premier Wladimir Groisman ausgegeben.

    Im Telefongespräch mit den russischen „Groismans“ betonte der Minister, dass „die Administration die Sanktionen gegen Russland derzeit voll und ganz unterstützt“.

    Auch die angeblichen Cyberangriffe Russlands gegen die USA waren Thema des Telefonats. Dabei wollte Perry allerdings nicht direkt bestätigen, dass es eben Moskau war, das die Netze des US-Energiesystems angegriffen hat. „In der Welt gibt es viele Menschen, die versuchen, in verschiedene Systeme einzudringen. Es würde mich jedoch nicht überraschen, wenn Personen aus Russland in derartige Taten verwickelt wären“, so der US-Energieminister.

    Perry sprach sich danach gegen das Gaspipelineprojekt Nord Stream 2 aus. „Wir sind gegen dieses Projekt. Und der Ukraine mehr Möglichkeiten mithilfe unserer Technologien anzubieten, ist in unserem Interesse“, betonte der Minister.

    Es gebe keine Zweifel hinsichtlich der Einstellung der Trump-Administration zu Nord Stream 2. „Wir wollen nicht, dass das gebaut wird“, sagte Perry ganz klar.

    Am Ende des Gesprächs fingen die russischen Pranker an, den US-Minister ganz unverhohlen zu vernarren, indem sie ihm eine eindeutig absurde Information mitteilten. Sie sagten ihm zum Beispiel, dass der ukrainische Präsident Petro Poroschenko persönlich eine neue Art vom Biotreibstoff aus Dünger und hausgebranntem Schnaps entwickelt und ihn US-Senator John McCain bereits vorgestellt habe. Der erste Tanker sei zudem bereits nach Limpopo geschickt worden, „um die Rebellen zu unterstützen, die dort gegen die Putin-Regime kämpfen“.

    Doch auch an der Stelle soll der US-Minister nicht begriffen haben, dass er mit dem Telefonstreich zu tun habe. Stattdessen versicherte er den russischen „Groisman“, er warte auf die Möglichkeit, „sich mit dem Präsidenten zu treffen, um ausführlicher davon zu erfahren“.

    Die Zusammenarbeit zwischen den USA und der Ukraine beschränkt sich derzeit auf die Lieferung von US-Kohle an Kiew für einen dreimal teureren Preis wie im Jahr 2016.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Neue US-Sanktionen gegen Russland – Moskau und Brüssel drohen Konsequenzen an (38)

    Zum Thema:

    Staatsduma zu Folgen neuer US-Russland-Sanktionen
    So viel Geld wollen USA für EU-Schutz vor „russischen Cyberangriffen“ bieten
    Chancen für Nord Stream 2 sinken – Sanktionsstreit EU-USA für Gazprom kaum nützlich
    Nur angedacht: Kreml zu Bildung von russisch-amerikanischer Cybersicherheitsgruppe
    Tags:
    Zusammenarbeit, Entwicklung, Sanktionen, Cyberangriff, Telefonat, Nord Stream 2, Rick Perry, Lexus, Wowan, Wladimir Groisman, Ukraine, USA, Russland