08:47 29 März 2020
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    Die katarische Botschaft in Russland und der Sender Al Jazeera sprechen von einem „Groß-Fake“: Der Botschafter des Landes soll gesagt haben, dass russische Journalisten Bestechungsgelder in Millionenhöhe von Saudi-Arabien erhalten hätten. Offenbar jedoch nichts weiter als eine Lüge.

    Auf einer gefälschten Webseite, die der offiziellen Seite des Senders Al Jazeera sehr ähnlich sah, erschien eine Meldung, der zufolge der katarische Botschafter sagte, dass Journalisten des russischen Auslandssenders RT sowie der Agenturen RIA Novosti und TASS Bestechungsgelder im Wert von 600 Millionen Rubel (rund 8,5 Millionen Euro) vom Botschafter Saudi-Arabiens erhielten, damit diese Medien keine negativen Berichte über Riad veröffentlichen.

    Großes Geld, großes Fake

    Die katarische Botschaft in Russland bezeichnete die verbreiteten Informationen als „Lügen“. Sie seien fabriziert. Dabei betonte die Behörde, der Botschafter habe keine Erklärungen dieser Art gemacht. Die Falschinformationen hätten das Ziel, den russischen Medien zu schaden.

    Auch der Generaldirektor von Al Jazeera kommentierte das Fake:

    „Es kommt nicht zum ersten Mal vor, dass Interviews, Artikel, Fotos oder Videos fabriziert werden, die angeblich von Al Jazeera stammen. Diesmal wurde die Seite mit der Nachricht dermaßen überzeugend erstellt, dass sie allen das Hirn verwirbelte. Und erst wenn man sie gründlich betrachtet, begreift man, dass die Seite gefälscht ist“, so Yasser Abu Hilala.

    Provokation

    Dabei sei das Ziel der Fälschung, so der Generaldirektor weiter, die Provozierung eines Konflikts zwischen Al Jazeera und den russischen Medien sowie zwischen den russischen Medien und Katar, und zwar im Zusammenhang mit der Golfkrise, über die Russland professionell und objektiv berichtet.

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    Tags:
    Medien, Fake-News, RT, RIA Novosti, Al Jazeera, Russland, Katar, Saudi-Arabien