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16:41 18 Oktober 2019
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    Überschwemmung in Venedig (Archivbild)

    Italien droht eine Wetterkatastrophe nach der nächsten – Professorin

    © AFP 2019 / Andrea Pattaro
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    Bei dieser Hitze und Dürre kann Italien den Regen kaum erwarten. Dieser soll Ende des Sommers auch kommen – und zwar so stark, dass das Land von einem Wetterextrem gleich ins nächste stürzt.

    Die schlimmste Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebte Italien zwar im Jahr 2003, doch ist auch dieser Sommer ein echter Extremfall – zumindest für Rom. Denn in Italiens Hauptstadt wird langsam das Trinkwasser knapp. Erst letzte Woche stand Roms Wasserversorger kurz davor, das Wasser für die Stadt zu rationieren.

    Nun ist Sommerhitze in Italien eigentlich ein ganz normales Phänomen. Allerdings hätten Extremhitze und Dürre in diesem Jahr zwei Monate früher angefangen als üblich. „Anormal ist die Dauer dieser Dürreperiode, die sich über den Frühling und den Sommer erstreckt“, sagt Lina Davoli, Professorin für physische Geografie an der Hauptstadt-Universität La Sapienza.

    Deshalb sinke der Wasserpegel in Oberflächengewässern.

    „Der Pegel des Braccianosees zum Beispiel ist um einen Meter gefallen, auch führen der Tiber und der Po deutlich weniger Wasser“, sagt die Professorin. Der See und die beiden Flüsse sind für Roms Wasserversorgung außerordentlich wichtig.

    Doch das ist noch nicht alles. Ende des Sommers soll sich das Wetter laut Prognosen schlagartig ändern. Dann kommen lange und heftige Regenfälle auf Italien zu. „Die derzeitige Hitze wärmt das Wasser im Mittelmeer auf. Es verdunstet schneller, es entstehen Zyklone mit heißer und feuchter Luft“, erklärt die Wissenschaftlerin.

    „Deshalb ist Ende des Sommers und dann im September und Oktober mit starken und andauernden Regengüssen zu rechnen.“

    Und das viele Wasser birgt ein besonderes Risiko, warnt Davoli: „Uns könnte eine ganze Serie von Katastrophen bevorstehen. Wenn das Regenwasser auf ausgetrockneten Boden fällt, kommt es nämlich zu Bodenerosion und infolge dessen zu Erdrutschen und Überschwemmungen.“

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    Tags:
    Forschung, Prognose, Überschwemmung, Erdbeben, Italien