22:49 22 Oktober 2017
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    Die Iuventa

    Italien: Berliner Hilfsorganisation schleust massenhaft Migranten ein - Bildmaterial

    © AFP 2017/ ANDREAS SOLARO
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    „Jugend rettet“ oder „Jugend schleust“? Die italienischen Behörden werfen einer deutschen Hilfsorganisation vor, Migranten nach Italien eingeschleust zu haben. Es sollen auch Beweise präsentiert worden sein.

    Laut der italienischen Justiz soll die deutsche Hilfsorganisation Jugend Rettet illegale Einwanderung gefördert haben, berichtet „Die Welt“.

    Größtenteils habe sich das Schiff der Hilfsorganisation, „Iuventa“, nicht mit Rettung aus Seenot, sondern mit dem Einschleusen von Migranten befasst.

    „Die Beweise sind schwerwiegend“, zitiert das Blatt Staatsanwalt Ambrogio Cartosio. „Wir haben Beweise für Begegnungen zwischen Schleusern, die illegale Einwanderer zur ‚Iuventa‘ begleitet haben, und Mitgliedern der Besatzung.“

    ​Die Migranten seien von Schleusern begleitet und unweit der libyschen Küste der Besatzung der ‚Iuventa‘ übergeben worden.

    Das Schiff wurde am vergangenen Mittwoch im Mittelmeer angehalten und im italienischen Gewässer festgesetzt.

    ​Es seien auch Fotos vorgelegt worden. Darauf sei zu sehen, wie die „Iuventa“-Besatzung Schleuserboote nicht versenke, sondern zur libyschen Küste schleppe. „Eine Aufnahme zeigt offenbar, wie ein Schleuser im Einvernehmen mit der Besatzung einen Motor aus einem Flüchtlingsboot ausbaut, um ihn erneut verwenden zu können und sich winkend verabschiedet. Eines der von der ‚Iuventa‘ Richtung Libyen geschleppten Boote soll wenige Tage später erneut für den Transport von Migranten verwendet worden sein“, schreibt „Die Welt“.

    Es soll laut Ermittlern auch ein Gespräch abgehört worden sein. Ein weibliches Besatzungsmitglied soll auf den Aufnahmen gesagt haben, dass die Fotos von Schleusern deshalb nicht an die italienischen Behörden übergeben werden, damit es nicht zu Festnahmen komme.

    Sputniknews hatte bereits im Dezember des vergangenen Jahres darüber berichtet, dass von marinetraffic.com fixierte Schiffsbewegungen den Verdacht nahebringen, dass deutsche und internationale Hilfsorganisationen massenhaft Menschenschmuggel betreiben.

    So behauptete die sich als Denkfabrik bezeichnende Organisation GEFIRA, dass der Regensburger Verein „Sea-Eye“,  der Berliner Verein „Jugend Rettet“ sowie  die internationalen Nichtregierungsorganisationen MOAS, Stichting Bootvluchting, Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen), Save the Children, Proactiva Open Arms, Sea-Watch.org und Life Boat ihre Boote in das tunesische Territorialgewässer entsenden, dort direkt vor der Küste systematisch Flüchtlinge von Schleuserbooten abholen und der italienischen Küstenwache übergeben würden.

    Tags:
    Schleuser, Migranten, Jugend Rettet, Die Welt, Italien
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