23:19 09 April 2020
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    Das Pentagon hat knapp eine halbe Milliarde Dollar für das Training von afghanischen Geheimdienstlern nach einem speziellen Programm ausgegeben, dabei jedoch keine sichtlichen Erfolge erzielt. Dies geht aus einem Bericht der Spezialinspekteure des US-Senats für den Wiederaufbau in Afghanistan (SIGAR) hervor.

    Im SIGAR-Bericht heißt es, dass das Pentagon 457,7 Millionen Dollar für die 2010 und 2013 mit den beiden afghanischen Unternehmen „Legacy Afghanistan R&D“ und „Afghanistan Source Operations Management“ (ASOM) geschlossenen Verträge ausgegeben habe.

    Insgesamt nahmen etwa 70 Mitarbeiter der Afghanischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungskräfte (ANDSF) an den Trainings teil. Der Kommission zufolge führten diese aber zu keinem sichtbaren Erfolg. „Der größte Teil“ von ANDSF soll demnach selbst die minimalen Anforderungen für den Abschluss des Trainingsprogramms nicht erfüllt haben.

    „Wegen den unzureichenden Leistungsanzeichen (…) ist es kaum möglich, die Effizienz der Investitionen der (US- — Anm. d. Red.) Regierung in Höhe von 457,7 Millionen Dollar zu messen“, so der Bericht.

    Zuvor war berichtet worden, dass das Pentagon laut einem SIGAR-Bericht 94 Millionen Dollar für waldgrüne Tarnkleidung für afghanische Truppen gekauft hatte. Dabei sind die Soldaten nur selten im Wald: Afghanistan besteht nur zu zwei Prozent aus Wäldern.

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    Tags:
    Vertrag, Bericht, Kommission, Erfolg, Trainings, Millionen, Pentagon, Afghanistan, USA