12:33 12 Juli 2020
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    Ein 62-jähriger Brite hat eine seltene neurologische Krankheit bekommen, deren Ursache Zahnpasta für Zahnprothesen war. Von diesem seltenen Fall hat das Portal Gizmodo unter Berufung auf die britische Zeitschrift BMJ Case Reports berichtet.

    Die ersten Symptome waren demnach Schmerzen und Taubheit in den Beinen. Der Zustand des Mannes hatte sich innerhalb von sechs Monaten so verschlechtert, dass er einen Gehstock benutzen musste und schließlich nicht mehr gehen konnte. Die Ärzte haben eine Rückenmarksschädigung festgestellt, die von einem akuten Mangel an Kupfer im Körper verursacht worden war.  Der Mangel an diesem Metall schädigt Knochen, Adern, Immunsystem und führt zum Verlust der Feinmotorik von Gliedmaßen. In schweren Fällen kann dieser Zustand zum Tod führen.

    Schließlich fanden die Experten heraus, was den Mangel an Kupfer verursacht hatte. Es stellte sich heraus, dass im Körper des Briten eine überschüssige Menge an Zink vorhanden war. Obwohl Zink ein wichtiges Spurenelement ist, kann es sich an die gleichen Rezeptoren binden wie die Kupfer-Ionen in den Zellen, was das chemische Gleichgewicht stören kann.

    Es wird berichtet, dass der Mann in einer Woche drei bis vier Tuben Zahnpasta für die Pflege von Zahnersatz verwendet haben soll. Dies hat zur Vergiftung geführt.  Nach Verabreichung von Kupfer wurde das Fortschreiten der Krankheit gestoppt. Der Brite ist aber nun an den Rollstuhl gefesselt.

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