10:57 15 Dezember 2017
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    USA: Volontär der Demokratischen Partei muss für Wahlmanipulationen hinter Gitter

    © REUTERS/ Darren Ornitz
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    Ein Student der James Madison University, der 21-jährige Andrew Spieles, ist zu 100 Tagen Haft verurteilt worden, weil er 2016 als Freiwilliger der Demokratischen Partei tote Personen als Wähler registriert hatte. Dies berichtet die Website „Washington Examiner“.

    Insgesamt soll Spieles im August des vergangenen Jahres 18 Anmeldeformulare von Wählern im US-Bundesstaat Virginia gefälscht haben. Gemäß den lokalen Gesetzen werden Angeklagte für derartige Straftaten in der Regel zu einem Jahr Haft und einer Strafe in Höhe von 100.000 Dollar verurteilt. Ein Richter milderte dem Portal zufolge dem Student allerdings die Strafe, weil dieser sofort zur Zusammenarbeit mit den Ermittlern bereit gewesen sei. Der Verurteilte werde auch keine Strafe zahlen, weil er über keine ausreichenden Geldmittel verfüge.

    Den Ermittlungsdaten zufolge war es die Aufgabe von Spieles, so viele Wähler wie möglich zu registrieren, die die Demokraten unterstützen. Der Student besaß, wie auch andere Freiwillige, so genannte Laufzettel mit den Namen von Ortsbewohnern, die er dann persönlich besuchen und zur Registrierung überreden sollte.

    Der findige junge Mann wollte sich aber keine Mühe machen, so das Portal, und dachte sich die Nummer der Sozialversicherung und die Geburtsdaten der Menschen einfach aus. Dann soll er aufgrund der ausgedachten Personalangaben die Anmeldeformulare selbst ausgefüllt und diese dann im Büro der örtlichen Abteilung der Demokratischen Partei abgegeben haben.

    Die Strafverfolgungsbehörden seien über den Fall erst informiert worden, nachdem ein Mitarbeiter des Registrierungsoffice in Harrisonburg den Namen des verstorbenen Vaters eines Richters des Rockingham County unter den registrierten Wählern gemerkt habe. Daraufhin soll man auch die restlichen Formulare überprüft und dabei weitere Namen von bereits verstorbenen Personen entdeckt haben. Auch überhaupt nicht existierende Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern seien bei der Überprüfung ans Licht gekommen.

    Der Verurteilte soll vor Gericht später behauptet haben, dass er sich selbst zu dieser Tat entschlossen habe, niemand aus der Demokratischen Partei habe ihn dazu gezwungen.

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    Tags:
    Ermittlung, Wahlmanipulationen, Strafe, Haft, Urteil, Student, Gericht, Demokratische Partei der USA, USA
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