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23:18 19 September 2019
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    Chip (Symbolbild)

    Sich das Leben leichter machen: Arzt implantiert sich sechs multifunktionale Chips

    CC BY 2.0 / UCL Mathematical and Physical Sciences / A wireless sensor signal conditioning microelectronic chip
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    Der Arzt für Geburtshilfe aus Nowosibirsk, Alexander Woltschek, hat sich sechs Chips unter die Haut implantiert, mit deren Hilfe er mit einer Handbewegung die Tür auf der Arbeit und zu Hause öffnen kann sowie Passwörter und seine Visitenkarte registrieren kann. Jetzt plant er das Implantat eines Kryptenträgers und eines Blutzuckermessgeräts.

    „Den ersten Chip habe ich am 8. August 2014 implantiert. Er kann unter anderem auch als Skipass in einem Ski-Resort eingesetzt werden. Später registrierte ich ihn im Zugangssystem der Firma, für die ich arbeite“, sagte Woltschek. Die ersten Modelle in einer akzeptablen Größe seien in der Veterinärmedizin bereits Mitte der 2000er-Jahre genutzt worden.

    Woltschek äußerte, in einem Artikel von "pseudoreligiösen Gegnern" von solchen Chips gelesen zu haben. Er habe sich dafür interessiert und festgestellt, dass die für ein Implantat geeigneten Chips bereits in den USA hergestellt würden und billigere Varianten – in China. Danach habe er mit den Experimenten begonnen.

    Der Arzt habe sich selbst sechs Chips implantiert, einige von seien völlige Analoga der Schlüssel zum Türsprechsystem, mit denen er die Tür und das Drehkreuz auf der Arbeitsstelle öffne, andere würden auf einer anderen Frequenz funktionieren und könnten 800 Byte bis 1 Kilobyte Informationen speichern. In einem Chip sei seine Visitenkarte gespeichert, andere könnten Computer freischalten, Passwörter speichern u.ä.

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    Mit Hilfe von Chips kann Alexander mit einer Handbewegung die Tür auf der Arbeit und zu Hause öffnen sowie Passwörter und seine Visitenkarte registrieren

    Laut Woltschek beläuft sich die Standardgröße des Chips auf 2x12 Millimeter, die minimale Größe auf 1,5x8 Millimeter. Das sei eine Konstruktion, die einen Ferritkern mit Wicklung und ein sehr kleines Mikroschaltelement enthalte, sie sei in einem kleinen Röhrchen aus biologischem Edelglas „verpackt“.  Der Chip werde per Spritze mit einer dicken Nadel implantiert. Er sei zudem einfach zu entfernen.

    „Das ist tatsächlich sehr bequem. Bei einem korrekt ausgeführten Implantat spürt man die Chips nicht. In einigen Tagen tauchen automatische Bewegungen auf – die Hand an die Tür bzw.  die Finger an das Drehkreuz“, sagte er.

    Seine Freunde wundere dies nicht mehr, es erwecke sogar ihr Interesse. In einer Gruppe auf Facebook gebe es bereits rund hundert Gleichgesinnte und Entwickler neuer Funktionen für solche Implantate.

    „Ich bin nicht Nutzer, sondern vor allem Entwickler. Es gibt weltweit einige Teams, darunter auch uns, die jetzt ein Implantat entwickeln, das einen Mikroprozessor mit Verschlüsselungsfunktionen enthält, der für elektronische Unterschriften, Pay-Pass-Zahlungen und für Zahlungen im öffentlichen Verkehr genutzt werden kann. Das einzige Problem ist der nicht-übertragbare implantierte Kryptenträger“, sagte Woltschek.

    Ihm zufolge wird der Höhepunkt der Technologie die medizinische Anwendung solcher Chips sein. Als Erfolg gelte die Schaffung eines implantierten Blutzuckermessergeräts, zumal es entsprechende technische Voraussetzungen dafür gebe.

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    Tags:
    Arzt, Transplantation, Chip, Sibirien, Russland