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10:59 22 Oktober 2019
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    Studie: Wie Duldsamkeit gegenüber Flüchtlingen und Migranten reguliert werden kann

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    Die deutschen und amerikanischen Wissenschaftler haben gezeigt, dass das Spritzen von Oxytocin den am Experiment beteiligten Menschen geholfen hat, ihre Xenophobie-Stimmungen abzubauen.

    Eine entsprechende Studie wurde in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht. Das wissenschaftliche Nachrichtenportal online „EurekAlert!“ berichtet nur kurz darüber.

    Am Experiment haben sich etwa 180 Menschen im Alter zwischen 21-24 Jahren beteiligt. Vor und nach der Eingabe des Oxytocins durch die Nasenhöhle (als Spray) haben die Forscher die Xenophobie-Stimmungen bei den Teilnehmern bewertet, wobei sie ihnen Bilder von hilfsbedürftigen Flüchtlingen und Migranten gezeigt haben.

    Es stellte sich heraus, dass die Eingabe von Oxytocin die altruistischen Stimmungen bei Teilnehmern mit einem niedrigen Grad von Xenophobie gesteigert habe (Hilfe als Opfergaben, Spenden).

    Bei den Teilnehmern des Experiments mit einer hohen Duldsamkeit gegenüber Fremden habe sich ihr Grad gesenkt (dabei habe sich die Spendenquantität erhöht), wenn sie parallel mit der Hormoneingabe Informationen über die Notlage von Migranten und Flüchtlingen erhalten haben.

    Diese Studie ermögliche es den Wissenschaftlern zufolge, die Rolle von Oxytocin (einem vom Hypothalamus erzeugten Hormon) im Sozialverhalten einzelner Menschengruppen zu verfolgen.

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    Tags:
    Sozialverhalten, Wissenschaftler, Forschung, Hypothalamus, Oxytocin, EurekAlert, Proceedings of the National Academy of Sciences, USA, Deutschland